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DEMOCOPHES: Pilotstudie zu Human-Biomonitoring in Europa

In 17 europäischen Ländern startet im August eine Pilotstudie zur Untersuchung der Schadstoffbelastung der Menschen. Europaweit werden etwa 4000 Mütter und ihre Kinder auf die Umweltstoffe Quecksilber, Kadmium, Cotinin und Phthalate untersucht. Langfristiges Ziel der Studie ist die Entwicklung eines europäisch einheitlichen Human-Biomonitorings. Auf die Dauer soll Human-Biomonitoring den Vergleich der Belastungssituationen der Menschen in den Mitgliedsländern ermöglichen.

Stoffe aus der Umwelt finden sich in unterschiedlichen Konzentrationen auch im Menschen wieder. Ihre Bestimmung in Körperflüssigkeiten und -gewebe hilft zu klären, ob und in welchem Ausmaß die Stoffe aufgenommen werden. Dieses Verfahren heißt Human-Biomonitoring.
Ein Gremium aus Fachleuten der 27 teilnehmenden europäischen Länder hat im Auftrag der EU-Kommission ein gemeinsames Vorgehen entwickelt. Diese Vorgaben und Richtlinien werden nun erstmals in DEMOCOPHES erprobt.

In Deutschland ist das Umweltbundesamt (UBA) für die Durchführung des Projekts verantwortlich.
Das Expertenkonsortium hat die oben genannten Umweltstoffe aufgrund ihrer gravierenden Wirkungen ausgewählt. Zudem gibt es für sie gesundheitlich basierte Bewertungsmaßstäbe. Quecksilber im Haar spiegelt den Konsum von quecksilberbelasteten Fischen wider. Cadmium nimmt der Mensch durch die Nahrung und das Rauchen auf. Der Cotiningehalt im Urin ist ein Maß für die Passivrauchbelastung, insbesondere die der Kinder.
Phthalate sind Weichmacher, die in einer Vielzahl von Plastikprodukten wie in Spielzeug zu finden sind. Vorangegangene Untersuchungen aus Deutschland zeigen, dass besonders Kinder mit Phthalaten belastet sind.

Aus den Ergebnissen der Studie werden sich noch keine Rückschlüsse zur Gesamtbelastung der Bevölkerung ziehen lassen. Vielmehr werden die Resultate in die Entwicklung eines europäisch-einheitlichen Human-Biomonitorings einfließen. So leistet DEMOCOPHES einen wichtigen Beitrag für politisches Handeln.

Die Kinderumwelt hat eine Simulation zu diesem komplexen Thema entwickelt. Klicken Sie hier, um in die spannende Welt des Human-Biomonitorings einzutauchen.

Autorin: Judith Linnemann
Stand: 17. August 2011

Literaturverzeichnis
Joas, R., Casteleyn, L., Joas, A., Biot, P., & Aerts, D. (2011). DEMOCOPHES. Abgerufen am 17. August 2011 von Human Biomonitoring for Europe: http://www.eu-hbm.info/democophes

Umweltbundesamt. (01. August 2011). Gesundheit und Umwelthygiene. Europäische Human-Biomonitoring-Studie DEMOCOPHES. Abgerufen am 17. August 2011 von Umweltbundesamt: http://www.umweltbundesamt.de/gesundheit/gbub/democophes/organisation.htm

Bildquelle: www.eu-hbm.info/democophes

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