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Pflanzenschutzmittel: Verbraucher wissen zu wenig

Informationen über Nutzen und Risiken von Pflanzenschutzmitteln erreichen die Verbraucher nicht

Verbraucherinnen und Verbraucher wissen zu wenig über Pflanzenschutzmittel. Ihnen ist nicht klar, wie die Lebensmittelproduktion die Pflanzenschutzmittel einsetzt und dass Rückstände in gesetzlichen Grenzen erlaubt sind.

Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR), für die das Institut über 1000 Menschen befragte.
Es zeigte sich, dass die Menschen zwar ein großes Interesse an dem Thema haben, die verfügbaren Informationen erreichen die Verbraucher jedoch nicht. Stattdessen lassen sich die Konsumenten von der aktuellen Berichterstattung in den Medien leiten. Die gelegentliche Skandalisierung der Berichterstattung führt zu Verunsicherungen bei den Befragten.

Für die Interviewten stellen Reste von Pflanzenschutzmitteln in der Nahrung eine große Bedrohung dar. Nur Themen wie „Gammelfleisch“ oder Salmonellen ängstigen die Verbraucher mehr. Die größten Bedenken bezüglich der Rückstände von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln haben Verbraucher bei frischem und konserviertem Obst und Gemüse. Verarbeitete Produkte sowie Baby- und Kindernahrung halten die Befragten für relativ sicher.

Für die meisten Verbraucher sind Risiken durch Pflanzenschutzmittel ein sehr abstraktes Thema. Im Interview können nur ganz wenige Personen von subjektiven Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit berichten, die ihrer Meinung nach durch Rückstände ausgelöst wurden.

Die Studie macht deutlich, dass Verbraucher besser über Nutzen und Risiken von Pflanzenschutzmitteln informiert werden müssen. Die Kinderumwelt gGmbH stellt auf dieser Internetseite umfangreiche Informationen zum Thema bereit:

Autorin: Judith Linnemann

Stand: 30.07.2010

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2010: Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln. Die Wahrnehmung der deutschen Bevölkerung – Ein Ergebnisbericht. Online verfügbar.

Bildnachweis www.pixelio.de: G. Burgstaller

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