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Hirntumore und Mobilfunk

Seit Einführung des Mobilfunks in den 1990-iger Jahren hat die Zahl der jährlichen Neuerkrankungen an Hirntumoren nicht zugenommen. Dies zeigt eine Anfang Dezember veröffentlichte Studie skandinavischer Forschungs- und Strahlenschutzeinrichtungen (Deltour und Mitarbeiter, 2009). Die Forscher untersuchten alle Erkrankungszahlen im Zeitraum von 1974 - 2003 und nutzten hierfür die nationalen Krebsregisterdaten aus Dänemark, Finnland, Norwegen und Schweden.

In der nachfolgenden Abbildung wird die Gliom-Neuerkrankungsrate in Schweden zwischen 1970 - 2007 (blau: männliche Personen, rot: weibliche Personen) gezeigt. (Gliome sind eine Gruppe von Hirntumoren).



(Quelle: Frau Dr. Maria Feychting, persönliche Mitteilung 27.01.2010)

Das Ergebnis der Studie deckt sich gut mit den publizierten Teilergebnissen der INTERPHONE-Studie der Weltgesundheitsorganisation WHO.

Hirntumoren sind relativ selten. Über Risikofaktoren für Hirntumoren  ist trotz umfangreicher Forschung wenig bekannt. Nach Einschätzung des Krebsinformationsdienstes beim Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg lassen sich kaum irgendwelche Risiken benennen, denen man durch gesunde Lebensweise/Lebensstil entgegentreten könnte.

Umweltschadstoffe und Mobiltelefonate scheinen bei Hirntumoren keine Rolle zu spielen.

Die aktuellen Daten aus Skandinavien - sie stammen aus einem recht langen Zeitraum, in dem sich unsere Umwelt erheblich verändert hat - unterstützen diese Sichtweise.

Autor: Dr. M. Otto

Stand: Dez. 2009, ergänzt am 28.01.2010


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