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Mit Dioxin belastete Bio-Eier sind unbedenklich

Eier

In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt haben Lebensmittelkontrolleure Dioxine in Bio-Eiern gefunden. Eine Gesundheitsgefahr besteht nicht. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) vermutet kontaminiertes Hühnerfutter als Ursache. Lebensmittelhändler haben die Eier aus dem Sortiment genommen.

Dioxin ist im allgemeinen Sprachgebrauch eine Sammelbezeichnung für über 200 chemisch ähnlich aufgebaute chlorhaltige Verbindungen. Bereits in kleinen Mengen können Dioxine gesundheitsschädlich sein. Sie sind nur schwer abbaubar und können sich im Fettgewebe von Menschen und Tieren einlagern. Daher sollte die Belastung mit Dioxinen so weit wie möglich minimiert werden.

Akute Vergiftungserscheinungen sind beim Menschen nur nach gravierenden Unfällen, wie dem Chemieunfall in Seveso 1976, beschrieben worden. In diesem Fall treten am häufigsten entzündliche Hautveränderungen auf, die als Chlorakne bekannt sind.

Als Folge einer chronischen Vergiftung traten im Tierversuch Störungen im Immunsystem, des Nervensystems und des Hormonhaushaltes auf. Einige Dioxine können Krebs auslösen.

Im aktuellen Fall hat das Bundesinstitut für Risikobewertung errechnet, dass der Verzehr von 2 bis 3 belasteten Bio-Eiern pro Tag unbedenklich ist.

Das Dioxin kam vermutlich über Mais aus der Ukraine in das Hühnerfutter.

Vorsorglich wurden alle Höfe, die mit dem Futter beliefert wurden, angewiesen, in den nächsten Tagen weder Eier noch Fleisch in den Handel zu bringen. Ob die Produkte der Bio-Produzenten tatsächlich dioxinhaltig sind, werden die Untersuchungen in den nächsten Tagen zeigen.

Autorin: Judith Linnemann
Stand: 11.05.2010

Quellen:

Bundesinstitut für Risikobewertung (2010): Bewertung von Dioxingehalten in Eiern auf Grund einer Warnung im EU-Schnellwarnsystem. Online verfügbar. Zuletzt abgerufen am 11.05.2010.

Umweltbundesamt (2010): Dioxine. Online verfügbar. Zuletzt abgerufen am 11.05.2010.

Bild: Andreas Morlok

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