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Pflanzenschutzmittelreste in Johannisbeeren – kein Risiko für Verbraucher

Von den Pflanzenschutzmittelrückständen in Johannisbeeren, die in einer Untersuchung von Greenpeace nachgewiesen wurden, geht kein gesundheitliches Risiko aus.

Greenpeace hat im Juli eine Untersuchung von Pestizidrückständen in Johannisbeeren veröffentlicht. Die Umweltschutzorganisation sieht die Gesundheit der Verbraucher durch einige der untersuchten Obstproben gefährdet, da die täglich tolerierbare Aufnahmemenge (TDI) überschritten sei. Bei dieser Einschätzung stützt sich Greenpeace auf die Annahme, dass Kinder im Alter von 2 bis 5 Jahren jeden Tag und ein Leben lang 500 Gramm Johannisbeeren verzehren. Johannisbeeren werden üblicherweise in 250-Gramm-Schalen verkauft. Es ist schwer vorstellbar, dass Kinder in diesem Alter täglich zwei dieser Portionen essen.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat eine eigene Bewertung der Ergebnisse vorgenommen. Zur Einordnung der Werte zieht das Institut die nationalen Verzehrsdaten von Kindern und Erwachsenen heran. Danach verzehren Kinder auf das Jahr gerechnet im Durchschnitt 2,3 Gramm pro Tag. Auf dieser Basis wird der TDI zu weniger als einem Prozent ausgeschöpft. Selbst wenn ein Kind im Sommer ein paar mal größere Portionen von 150 Gramm aufnimmt, wird der TDI nicht erreicht.

Aus umweltmedizinischer Sicht sollten Kinder und Erwachsene so wenig Pflanzenschutzmittelrückstände wie möglich aufnehmen. Jede Reduzierung ist daher zu begrüßen. Die Angst machende Skandalisierung von Greenpeace ist jedoch nicht akzeptabel.

Quellen:

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) 2010: Abschätzung der Verbraucherexposition durch Pestizidrückstände in Johannisbeeren. Online verfügbar. Zuletzt abgerufen am 03.08.2010.

Greenpeace 2010: Pestizide in Strauchbeeren. Sommer 2010. Greenpeace testet Himbeeren und Johannisbeeren. Online verfügbar. Zuletzt abgerufen am 03.08.2010.

Greenpeace 2006: Greenpeace-Bewertungssystem für Pestizidrückstände. Online verfügbar. Zuletzt abgerufen am 03.08.2010

Autorin: Judith Linnemann
Stand: 03.08.2010

Bild: Günther Schad / pixelio.de

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