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Ganzjähriger allergischer Schnupfen, allergische Rhinitis

Im Unterschied zur durch Pollen ausgelösten allergischen Rhinitis (Heuschnupfen), sind bei der ganzjährigen allergischen Rhinitis andere Allergene für die Symptome (Niesen, Juckreiz, „laufende“ und „verstopfte“ Nase) verantwortlich, z.B. Hausstaubmilben, Tierallergene oder Schimmelpilze.

Es kann durch die dauerhafte Reizung und allergische Entzündung auch dazu kommen, dass die Nasenschleimhäute sehr empfindlich und überempfindlich werden. Sie reagieren dann ebenfalls auf unspezifische, d. h. nicht allergische Reizstoffe (Tabakrauch, Wärme, Kälte, chemische Reizstoffe). Oft treten die Symptome ganzjährig auf.

Sind für eine chronische Rhinitis keine allergischen Auslöser verantwortlich, handelt es sich um eine nicht-allergische Rhinitis. Sie tritt hauptsächlich bei Jugendlichen und Erwachsenen und nur selten bei Kindern auf. Unter dem Begriff „Nichtallergische Rhinitis“ werden diverse Phänomene zusammengefasst. Hierzu zählen unter anderem Abnormalitäten der Nase (z.B. Polypen) sowie das so genannte „Analgetika-Asthma-Syndrom“.

Das Analgetika-Asthma-Syndrom beginnt meist mit Schnupfen und wiederholter Polypenbildung in der Nase. Im späteren Verlauf tritt ein nicht-allergisches Asthma auf, ausgelöst durch die Einnahme von speziellen schmerz- und entzündungshemmenden Medikamenten (nicht steroidale Antiphlogistika z.B. Aspirin). Da es sich hierbei um eine Pseudo-Allergie handelt, sind Allergieteste immer negativ. Die Diagnose wird mittels eines Provokationstests gestellt (siehe Deutsches Ärzteblatt).

Eine sehr gute Zusammenfassung und eine (derzeit nicht aktualisierte) Leitlinie zur allergischen Rhinitis findet sich auf den Seiten der Deutschen Gesellschaft für Allergologie und Immunologie unter den Positionspapieren (Allergische Rhinokonjunktivitis): www.dgaki.de/Leitlinien/veraltetAWMF-AR_061-014.pdf

Weitere Informationen zu Symptomen, Diagnostik und Vorbeugung: Siehe Info-Kasten am Ende dieser Seite.

Autoren: Dr. Sabine Schmidt, Eva Theil

Stand: November 2009

Quellen und weiterführende Literatur

Bachert, C. et al: Allergische Rhinokonjunktivitis. Allergo J 2003; 12: 182-194

Raderath,W.J., Galetke, W.: Differenzialdiagnose der rezidivierenden Polyposis nasi: Das Analgtika-Asthma-Syndrom. Deutsches Ärzteblatt 104, 46, November 2007, 3178-3183. http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?id=57615

Weitere Infos zu diesem Thema:

Mögliche Symptome

  • Augentränen
  • Bindehautrötung, Konjunktivitis
  • Fließschnupfen
  • Gesichtsschwellung, Quincke Ödem
  • Kopfschmerz
  • Schnupfen
  • Stockschnupfen

Diagnostik

Stoffe und Auslöser

Behandlung - Therapie

unkonventionelle Behandlungsmethoden

Vorbeugung

Allergieprävention, d. h. die Entstehung von Allergien zu verhindern, wäre die sinnvollste und beste Maßnahme. Die Prävention ist ein vordringliches Arbeitsfeld der Allergologie, weil die Entstehung von Allergien, vor allem aber die Entwicklung allergischer Erkrankungen und deren Verlauf beeinflussbar sind.

Das Thema Allergieprävention ist allerdings sehr komplex, und es gibt bisher keine vollkommen sichere und einfache Methode, der Allergieentstehung vorzubeugen. Kurze allgemeine Empfehlungen bringen wenig. Die betroffenen Familien brauchen eine Beratung, die auf ihre jeweilige persönliche Situation zugeschnitten ist, intensive Betreuung und Motivation durch allergologisch kompetentes Personal.

Ob ein Kind Allergiker wird oder nicht, ist in starkem Maße vom Erbgut vorgegeben. Insbesondere allergische Erkrankungen der Eltern sind ein Risikofaktor. Je mehr Familienmitglieder betroffen sind und je häufiger gleiche Erkrankungen auftreten (zum Beispiel, wenn beide Elternteile Asthma haben), desto größer ist das Risiko für Kinder aus diesen Familien, ebenfalls eine allergische Erkrankung zu entwickeln. Neben der Genetik haben aber auch umweltbedingte Faktoren Einfluss auf die Allergieentstehung.

Einen Überblick über Möglichkeiten der Allergieprävention bietet die ausführliche Information Allergievorbeugung und die Evidenzbasierte Leitlinie zur Allergieprävention des Aktionsbündnisses Allergieprävention abap.

 

 

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