Pyrethroide sind Insektizide der vierten Generation. Sie sollten die toxikologisch und ökologisch bedenklicheren Insektizide der vorangegangen Generationen ablösen, zu denen Organochlorverbindungen wie Lindan oder DDT, Organophosphate und Carbamate zählten.
Pyrethroide werden unter anderem in Elektroverdampfern zur Insektenbekämpfung im Innenraum eingesetzt. In Elektroverdampfern werden Wirkstoffplättchen durch einen elektrischen Widerstand erwärmt. Auf diese Weise geben sie den Wirkstoff permanent an die Raumluft ab. Meist enthalten die Plättchen einen Pyrethrumextrakt oder die Pyrethroide Transfluthrin bzw. Bioallethrin.
Elektroverdampfer sollten eigentlich nur verwendet werden, um bereits im Raum befindliche Insekten zu beseitigen, wobei der Raum anschließend gut gelüftet werden muss. In der Praxis werden die Verdampfer jedoch vielfach auch "zur Vorbeugung" eingesetzt.
Angesichts unschädlicher Alternativen (Fliegengitter, Moskitonetze) ist vom Einsatz der Geräte im Innenraum abzuraten. Insbesondere gilt das für ihre Nutzung in Kinder- und Schlafzimmern.
BgVV (2001): Ärztliche Mitteilungen bei Vergiftungen 2001. Hrsg. bgvv-Pressestelle; S. 37
Mersch-Sundermann, V. (1999): Insektizide. In: Umweltmedizin, Hrsg. V. Mersch-Sundermann, Georg Thieme Verlag Stuttgart, S. 248 ff