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Kuscheltiere

Die Behandlung der Matratze im Kinder- und Schlafzimmer hat sicherlich Vorrang vor der "Sanierung von Kuscheltieren". Trotzdem sollten Eltern die Zahl der Kuscheltiere im Bett und auch im Zimmer klein halten. Aber selbst kleine Patienten mit Hausstaubmilbenallergie müssen nicht ganz auf die geliebten Bettgenossen aus Stoff verzichten. Mit folgenden Maßnahmen kann man die Menge an Allergenen in den Stofftieren gering halten:

  • Alle drei Monate Waschen bei 60 Grad Celsius.
  • Wenn die "Tiere" diese Temperatur nicht vertragen: Kuscheltier in einer Plastiktüte für 12 bis 24 Stunden in den Tiefkühler packen. Dies tötet die Milben ab. Anschließend wird das Schmusetier gewaschen (nun genügen niedrigere Temperaturen), um auch den Milbenkot und damit die Allergene herauszulösen.
  • Eine Behandlung im Wäschetrockner von ungefähr 60 bis 120 Minuten Dauer macht den Milben ebenfalls den Garaus. Auch in diesem Fall benötigt das "Tier" anschließend eine Wäsche.

Übrigens: Mit dem Absaugen der Tiere ist es nicht getan (Nagakura 1996). Zu sehr hängen sie und ihre Exkremente im Pelz der Stofftiere fest.

Kuscheltiere aus milbenallergendichtem Stoff

Mittlerweile sind Kuscheltiere aus speziellem milbenallergendichtem Stoff (Encasingstoff) auf dem Markt. Außerdem gibt es Kuscheldecken und Spieluhren, die milbenallergendicht ausgerüstet, bei 60 Grad Celsius waschbar und geprüft sind. Eine Studie untersuchte solche Kuscheltiere im alltäglichen Gebrauch. Bei 23 Familien wurde kontrolliert, wie sich jeweils in zwei unterschiedlichen Kuscheltieren mit Encasingstoff (rauh und glatt) und in einem alten, unbehandelten und nachweislich milbenbelasteten Kuscheltier, die Menge der Milbenallergene innerhalb von sechs Monaten entwickelte. Die Tiere blieben in der Beobachtungszeit in ihrer "natürlichen" Umgebung, dass heißt, in den Betten der Kinder. Zu Beginn waren die Kuscheltiere mit dem Encasingstoff allergenfrei. Nach sechs Monaten waren auch sie mit Milben besiedelt und es wurden Allergene gefunden, allerdings in einem viel geringeren Maße, als in dem alten Kuscheltier (Maile 2001). Mit diesen speziellen Kuscheltieren kann man eine Besiedlung mit Milben also hinauszögern. Ganz ohne regelmäßiges Waschen (alle drei Monate) geht es aber auch nicht. Nicht untersucht wurde, ob zwischen der Allergenbelastung der neuen und der herkömmlichen, entsprechend gewaschenen und behandelten Kuscheltiere ein deutlicher Unterschied besteht.

Für Säuglingsbetten sind - auch zur Prävention des plötzlichen Kindstods -Schaffelle oder Nestchen zu vermeiden. Sie stellen wie Kuscheltiere ein Reservoir für Hausstaubmilbenallergene dar (Mahmiv 1998; Siebers 1998; Sawyer 1998).

Autor: Dr. Sabine Schmidt, Kinderumwelt gGmbH

Letzte Aktualisierung: Mai 2009, Kontrolle im Oktober 2011, keine Änderung erforderlich.

Quellen und weiterführende Literatur

de Bilderling G, Mathot M, Agustsson S, Tuerlinckx D, Jamart J, Bodart E. (2008): Early skin sensitization to aeroallergens. Clin Exp Allergy. 2008 Vol. 38(4) S. 643-8.

Mahmiv, A et al: House dust mite allergen exposure in infancy. Clin Expir Allergy 1998; 28: 1487-1492.

Maile N; Lau S, Schulz G, Wahn U.: Mite infestation of new soft toys containing polyurethane covered membranes. EAACI Kongress Berlin 2001 Abstract.

Nagakura, T; Yasueda,T. (1996).Major dermatophagoides mite allergen, Der p1, in soft toys. Clin. Ex Allergy 26,5: 585-589.

Sawyer, G. et al: Biologic pollution in infant bedding in New Zealand: High allergen exposure during a vulnerable period. J Allergy Clin Immunol. 1998; 102 (5): 765-770.

Siebers, RW.; O'Grady, GB.; Fitzharris, P.; Crane, J.: House dust mite allergen accumulation on sheepskins. New Zealand Medical Journal 1998; 11 (1076):408-409.


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