Suchen nach:

Zur Startseite

HomeStoffe und AuslöserKrankheitenWissenswertesMedienspiegelServiceFragen Sie uns

Sie sind hier: Home » Stoffe & Auslöser » Zahngesundheit und Vorsorge*

Zahngesundheit und Vorsorge*

Der beste und gleichzeitig sicherste Weg zur Erhaltung der Zahngesundheit ist die Prophylaxe.

Der Kariesentwicklung  kann durch regelmässige Zahnpflege, ausgewogene Ernährung (Verringerung des Zuckerkonsums, Einschränkung des Verzehrs von säurehaltigen Fertigprodukten) und durch Fluoridprophylaxe vorgebeugt werden.  

Empfehlenswert ist es:

  • sich dreimal täglich nach den Mahlzeiten die Zähne mit fluoridierter Zahncreme zu putzen,
  • Zahnseide und Interdentalbürsten regelmäßig anzuwenden,
  • einmal pro Woche Fluoridgel nach Vorschrift einzusetzen,
  • regelmäßig (halbjährlich) die Zähne beim Zahnarzt kontrollieren und Zahnstein entfernen zu lassen.

Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 19 Jahren sollten die Backenzähne (1. und 2. Molaren) versiegeln lassen, sofern diese Zähne noch nicht kariös sind. Die Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin betont in ihren Stellungnahmen (2004, 2007) noch einmal die Bedeutung der Zahnkaries-Prophylaxe mit Fluoriden im Kindesalter. Die präventive Wirksamkeit von Fluorid-Tabletten, Lutschtabletten bzw-tropfen gegenüber der Zahnkaries ist sowohl für das Milchgebiß als auch für das bleibende Gebiß erwiesen (DAKJ 2004, 2007).

Der Zahnarzt trägt durch sein fachliches Können ebenfalls zum Erhalt der Zahngesundheit und zur Vermeidung gesundheitlicher Probleme bei. Der Zahnarzt sollte bei der Auswahl geeigneter Dentalmaterialien den Patienten sachlich beraten und auch auf mögliche Risiken "populärer" dentaler Werkstoffe (Komposite, Titan, Keramikwerkstoffe usw.) hinweisen. Beispielsweise werden gelegentlich nach Einsatz von Dentalkompositen lokale toxische Reaktionen an der Mundschleimhaut beobachtet, die mit reaktionsfähigen Monomeren der Ausgangsstoffe zusammenhängen. Aus bestimmten nichtedel- und edelmetallhaltigen Dentallegierungen lassen sich Metalle mit allergisierender Wirkung herauslösen, was ihren Einsatz bei Allergikern einschränkt. Bei Patienten mit Verdacht auf Nickelallergie sollte auf nickelhaltigen Zahnersatz verzichtet werden, palladiumhaltiger Zahnersatz sollte erst nach vorheriger Allergietestung zum Einsatz kommen. Keramische Werkstoffe weisen eine hohe Bioverträglichkeit auf. Allerdings müssen sie mit Klebmaterialien befestigt werden, deren toxisches Potential nicht ausreichend bekannt ist (vgl. Info-Text "Neuere Zahnfüllungsmaterialien").

Es gibt also keinen universell am besten geeigneten Dentalwerkstoff. Der kompetente, vorurteilsfreie und auf die individuelle Risikosituation des Patienten zugeschnittene Rat des Zahnarztes ist hier gefragt.

*Nach: J. Begerow und Mitarbeiter (1997): Werkstoffe der konservierenden Zahnheilkunde. In: Wichmann, Schlipköter, Fülgraff (Hrsg.): Handbuch der Umweltmedizin. 11. Erg. Lfg. 7/97, Ecomed Verlag

Autoren: Dr. M. Otto Prof. K. E. von Mühlendahl

Stand: Januar 2009

Nächste Aktualisierung: Januar 2010

Quellen und weiterführende Literatur

www.dgzmk.de/ (zuletzt aufgerufen im Januar 2009)

www.zahnaerztekammer-sh.de/Patientenservice/gesundheitstipps/index.html (zuletzt aufgerufen im Januar 2009)

www.zahnmedizin24.de/main.php?id=21&befehl=einzelanzeige&akt_auswahl=0,15 (zuletzt aufgerufen im Januar 2009)

K. E. Bergmann, J. Brodehl, D. Niethammer (DAKJ) (2004): Prophylaxe der Zahnkaries mit Fluoriden. Kinder- und Jugendarzt 35 S. 538 - 545

DAKJ (2007) Empfehlungen der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendmedizin zur Prävention der Milchzahnkaries  www.dakj.de
 


Seitenanfang