Eine gesunde Ernährung ist wichtig für den Aufbau und Erhalt der Körperfunktionen und die Gesunderhaltung des Körpers. Wie man sich ernähren soll, ist den meisten Menschen vermutlich theoretisch bekannt: Gemüse, Obst, kalorienfreie Getränke sowie Vollkornprodukte, Reis und Nudeln sollten reichlich verzehrt werden. Milchprodukte, Eier Fleisch und Fisch und pflanzliche Fette gehören ebenso auf den Speiseplan, wenn auch seltener. Mit Süßigkeiten und Knabberartikeln sollte man sehr sparsam umgehen. Die Kampagne „5 am Tag“ wirbt schon seit Jahren für einen höheren Verzehr von Obst und Gemüse. Doch essen die Kinder heute – bei einem enormen Angebot an Nahrungsmitteln – nach diesen Empfehlungen?
Das Ernährungsverhalten deutscher Kinder wurde zuletzt vor 20 Jahren innerhalb der ersten Nationalen Verzehrsstudie untersucht. Seitdem hat sich das Lebensmittelangebot sehr verändert.
Im KiGGS wurde das Ernährungsverhalten mit einem Verzehrshäufigkeitsfragebogen zu 50 Lebensmittelgruppen ermittelt. Auch ein Teil des allgemeinen Gesundheitsfragebogens betraf die Ernährung. Für die 1-10-jähigen Kinder füllten die Eltern den Bogen aus. Fast 16.000 Teilnehmer gaben einen ausgefüllten Fragebogen ab. Zudem wurden bestimmte biochemische Parameter im Blut und Urin ermittelt, die Rückschlüsse auf die Ernährung ermöglichten.
Einige interessante Ergebnisse sind:
Insgesamt essen Kinder und Jugendliche weniger Brot und Getreideprodukte, Obst, Milchprodukte, Fisch und Beilagen als empfohlen. Der Konsum von fetten Snacks und gesüßten Getränken ist hingegen zu hoch. Fehlernährung im Kindesalter kann schwerwiegende langfristige Konsequenzen mit sich ziehen, zudem werden die Vorlieben für bestimmte Lebensmittel schon im Kindesalter geprägt. Deshalb sollten Eltern auf eine ausgewogene Ernährung ihrer Kinder achten.
Quelle: Bundesgesundheitsblatt: Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys. Band 50. Heft 5/6. Mai/Juni 2007.
Autoren: Eva Theil, Prof. Dr. K. E. v. Mühlendahl
Aktualisiert: Juli 2007