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KiGGS Ergebnisse: Übergewicht und Adipositas

Übergewicht und Adipositas im Kindesalter stellen langfristig ein Risiko für die Gesundheit dar, da sie zu schwerwiegenden Krankheiten wie Diabetes, Herzkreislauferkrankungen und Krankheiten des Gelenk- und Skelettsystems führen können.

Folgende Risikofaktoren für Übergewicht und Adipositas werde zurzeit diskutiert:

  • elterliches Übergewicht
  • hohes Geburtsgewicht
  • wenig Schlaf
  • wenig körperliche Aktivität
  • lange Zeiten vor dem Computer oder Fernseher
  • Rauchen der Mutter während der Schwangerschaft
  • Zu kalorienreiche Ernährung
  • Psychische Faktoren

Die Datenlage zum Übergewicht unter deutschen Kindern war jedoch bisher uneindeutig.

Mit den Ergebnissen des KiGGS liegen nun erstmals repräsentative bundesweite Zahlen zum Übergewicht bei Kindern und Jugendlichen aller Altersgruppen vor.

Die Daten wurden durch die Messung von Gewicht und Größe der Teilnehmer und Bestimmung des jeweiligen Perzentils erfasst. Bei Kindern und Jugendlichen gelten altersbezoge Zahlen für den BMI, weil das Wachstum berücksichtigt werden muss. Es gibt dafür Tabellen mit alters- und geschlechtsabhängigen Perzentilen. Übergewicht liegt vor, wenn der BMI zwischen dem 90. und 97. Perzentil für das jeweilige Alter liegt. Es handelt sich um Adipositas, wenn der BMI-Wert das 97. Perzentil übersteigt.

Den Messungen zufolge sind 15 % der Kinder und Jugendlichen übergewichtig und 6,3 % adipös, also schwer übergewichtig. Dabei stieg die Zahl der übergewichtigen Kinder (auf Basis der Referenzdaten von 1985-1999) um 50 % und die Zahl der adipösen Kinder auf das doppelte.

Die Zahl der Übergewichtigen steigt mit dem Alter. Ein starker Anstieg ist im Grundschulalter zu verzeichnen. Von den untersuchten 14-17-Jährigen haben schon 17 % ein zu hohes Gewicht. Zudem sind Kinder mit niedrigem Sozialstatus sowie Migrationshintergrund häufiger betroffen, ebenso Kinder von Eltern, die selbst übergewichtig sind. Dies liegt vermutlich an der gleichen genetischen Disposition, aber auch an innerhalb der Familie ähnlichen Lebens- und Essgewohnheiten.

Jungen und Mädchen sind gleich häufig von Übergewicht betroffen, hier gibt es keine Unterschiede.

Quelle: Bundesgesundheitsblatt: Ergebnisse des Kinder- und Jugendgesundheitssurveys. Band 50. Heft 5/6. Mai/Juni 2007.

Autoren: Eva Theil, Prof. Dr. K. E. v. Mühlendahl

Aktualisiert: Juli 2007

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