Zahl der gemeldeten Krätze-Erkrankungen nimmt zu

Bildquelle: Public Health Image Library (PHIL), Centers for Disease Control and Prevention.

Krätze (Skabies), eine parasitäre Hautkrankheit, trat in Deutschland lange Zeit nur vereinzelt auf. Seit einigen Jahren nimmt jedoch die Zahl der gemeldeten Fälle deutlich zu.

Betroffen sind vor allem Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Schulen, Seniorenheime sowie Flüchtlingsunterkünfte. Ein Anstieg ist vor allem in Nordrhein-Westfalen zu verzeichnen: So wurden in Köln nach Angaben des Kölner Gesundheitsamts im Jahr 2010 20 Krätze-Erkrankungen gemeldet, 2016 waren es 65 Fälle.

Zu den Ursachen können Mediziner und Gesundheitsexperten derzeit keine klaren Aussagen tätigen.

Krätze wird von der Milbe Sarcoptes scabiei variatio hominis verursacht. Die weiblichen Krätzmilben dringen in die Oberhaut des befallenen Menschen ein und legen dort ihre Eier und ihren Kot ab. Das Immunsystem reagiert darauf mit Bläschen, Pusteln, Hautrötungen und -verkrustungen. Es tritt ein unangenehmer Juckreiz auf.

Krätze in den meisten Fällen gut behandelbar

Krätze ist mit Medikamenten in den meisten Fällen gut behandelbar. In der Regel heilt die Krankheit ohne Folgeschäden ab.

Mehr zur Übertragung, den Symptomen und der Therapie von Krätze erfahren Sie auf Allum unter "Skabies (Krätze)".

Veröffentlicht: 8. Februar 2017 - 10:20 Uhr

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