Aluminium in Kosmetikprodukten

Aluminium in Kosmetikprodukten

© Campari / pixelio.de

Wenn man darüber nachdenkt, wo Aluminium verwendet wird, fällt einem zunächst die Bau- oder Autobranche ein.
Es existieren allerdings mehr als 25 Aluminiumverbindungen, welche in Kosmetikprodukten verwendet werden. Die am häufigsten verwendete Verbindung ist Aluminiumchlorhydrat. Man findet Aluminium sowohl in der Zahnpasta, als auch in Antitranspirantien und Lippenstiften. Bei Antitranspirantien dienen Aluminiumsalze der Verminderung der Schweißproduktion. Dagegen wird es in Lippenstiften als Stabilisator eingesetzt, damit die Farbe auf den Lippen hält und nicht verläuft.

Doch wie sicher ist Aluminium in Kosmetikprodukten? Dieser Frage ging das Scientific Committee on Consumer Safety (kurz SCCS) auf seiner fünften Tagung nach. Die Resultate aktueller Studien zu der Thematik wurden in diesem Kontext zusammengefasst.
Ergebnis dieser Studien (Afssaps 2011, Norwegian Report 2013, BfR 2014) ist, dass Aluminium in kosmetischen Produkten nicht als sicher angesehen werden kann.

Allerdings kommt das SCCS auch zu dem Schluss, dass zu wenige Daten vorliegen, um eine vollständige Risikobewertung vornehmen zu können. Es ist nicht geklärt, ob die oberflächliche Anwendung eines Kosmetikproduktes, wie zum Beispiel Lippenstift, zu einem Eindringen von Aluminium in den Körper führt. Ebenfalls bleibt unklar,  ob Antitranspirantien so viel Aluminium enthalten, dass sich dieses negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Zwischen aluminiumhaltiger Kosmetik und Brustkrebs, Alzheimer, Parkinson oder anderen neurodegenerativen Erkrankungen besteht kein eindeutiger kausaler Zusammenhang. Doch auch wenn der Zusammenhang bisher in Studien nicht eindeutig nachgewiesen werden konnte, ist dennoch sicher, dass Aluminium in hohen Mengen ein systematischer Giftstoff ist.

Literatur: 
Agence Française de Sécurité Sanitaire des Produits de Santé (Afssaps) (2011): Evaluation du risqué lié à l’utilisation de l’aluminium dans les produits cosmétiques,
43 pages (report in French).
 
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2014): Aluminiumhaltige Antitranspirantien tragen zur Aufnahme von Aluminium bei. Stellungnahme Nr. 007/2014 des BfR vom 26. Februar 2014.
 
Norwegian Scientific Committee for food safety (2013): Risk assessment of the exposure to aluminium through food and the use of cosmetic products in the
Norwegian population. VKM 05/04/2013
 

Scientific Committee on Consumer Safety (SCCS) (2014): Opinion on the safety of aluminium in cosmetic products. Verfügbar unter: http://ec.europa.eu/health/scientific_committees/consumer_safety/docs/sccs_o_153.pdf (zuletzt aufgerufen im April 2014).

Veröffentlicht: 14. April 2014 - 15:50 Uhr

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