Blei und Cadmium in Modeschmuck

Modeschmuck enthält häufig bedenkliche Konzentrationen an Blei und Cadmium
© Gabriele Schmadel / pixelio.de.

Modeschmuck ist häufig mit Blei und Cadmium in gesundheitlich bedenklichen Konzentrationen belastet. Dies ist ein Ergebnis der bundesweiten Überwachung von Lebensmitteln und Bedarfsgegenständen in 2015, die das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) am 30.11.2016 auf einer Pressekonferenz vorgestellt hat.

In 12% der 262 untersuchten Artikel wurde ein Bleigehalt oberhalb des gesetzlichen Grenzwertes festgestellt, bei Cadmium betraf dies 10% der Produkte.

Insbesondere billiger Modeschmuck betroffen

Juliane Becker von der Länderarbeitsgemeinschaft Verbraucherschutz (LAV), verweist darauf, dass insbesondere billiger Modeschmuck häufig höher mit den beiden Schwermetallen belastet sei. Sie warnt vor der Gefahr von Vergiftungen, wenn stark bleihaltige Ringe oder Anhänger verschluckt werden. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) hat bereits 2012 darauf hingewiesen, dass Kinder aus diesem Grund keine bleihaltigen Schmuckartikel tragen sollten.

In großen Mengen können Blei und Cadmium u. a. zu Schädigungen des Nervensystems, der Nieren und Knochen sowie zu Unfruchtbarkeit führen.

 

Links zum Thema

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Blei

Im Web

Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL):
"Blei und Cadmium in Modeschmuck"

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR):
"Kinder sollten keinen bleihaltigen Modeschmuck tragen"

Veröffentlicht: 1. Dezember 2016 - 10:36 Uhr

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Grafik oben rechts (Schmuck): © Gabriele Schmadel / pixelio.de.