BVL veröffentlicht Untersuchungsergebnisse zu Fipronil

Das BVL hat eihaltige Lebensmittel auf Rückstände von Fipronil untersucht.
Das BVL hat eihaltige Lebensmittel auf Rückstände von Fipronil untersucht. © Marianne J. / pixelio.de

Im vergangenen Sommer sorgten Rückstände des Isektizids Fipronil in Hühnereiern infolge illegaler Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen für Unsicherheit bei den Verbrauchern. Europaweit wurden Eier zurückgerufen und vernichtet.

Im Anschluss an diese Vorgänge hat das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) verarbeitete eihaltige Lebensmittel, wie Mayonnaise, Spätzle, eihaltige Kuchen, Plätzchen und Eierlikör, auf Fipronilrückstände untersuchen lassen.

Das Ergebnis: Von den insgesamt 903 untersuchten Proben enthielten 116 (13%) Rückstände von Fipronil. Im Bereich der Halbfertigprodukte wurde die Substanz in 25% der Proben nachgewiesen, bei den alkoholischen Getränken in 17% und bei den Feinkost- und Fertiggerichten in 8% bzw. 6%.

Fipronil-Konzentrationen unterhalb der als gesundheitsschädlich angesehenen Werte

Die positive Nachricht für die Verbraucher ist jedoch, dass die Rückstände bei sämtlichen betroffenen Produkten deutlich unterhalb der Konzentration lagen, die vom Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) als gesundheitlich bedenklich angesehen wird.

Fipronil wird u. a. gegen Läuse, Flöhe und Schaben eingesetzt, ist aber auch für Hummeln, Schmetterlinge, Bienen und viele Fische toxisch.

Infos zum Thema:

BVL: "Untersuchungsergebnisse zu Fipronil in verarbeiteten eihaltigen Lebensmitteln" (2018)
BfR zu Fipronil
Allum: "Fipronil"

Veröffentlicht: 6. April 2018 - 12:15 Uhr

Bildquelle: 

Grafik oben rechts (Hühnereier): Marianne J. / pixelio.de.