Das BfR warnt vor Henna-Tattoos

Das BfR warnt vor Henna-Tattoos

Der Hennafarbstoff Lawson wird von verschiedenen Institutionen der Risikobewertung kontrovers diskutiert.

Insbesondere in südlichen Urlaubsländern bieten Künstler diese Bodypaintings – häufig auf der Straße – zu günstigen Preisen an. Die Hennafarbe wird dabei auf die Haut aufgetragen. Henna ist ein Pulver aus den Blättern des Cyperstrauchs (Lawsonia inermis) und wird auch in Haarfarben eingesetzt. Der Hennafarbstoff Lawson wird von verschiedenen Institutionen der Risikobewertung kontrovers diskutiert.

Henna selbst ist nicht sensibilisierend. Oft wird Hennafarben allerdings der Stoff para-Phenylendiamin (PPD) zugesetzt, um sie kräftiger wirken zu lassen. In Europa ist PPD nicht für kosmetische Anwendungen auf der Haut zugelassen. Die Substanz hat ein stark sensibilisierendes Potential, so dass es bei erneutem Kontakt mit PPD zu Allergien kommen kann. Es ist jedoch für Laien nicht erkennbar, ob ein Hennafarbstoff PPD enthält oder nicht.

Personen, die gegenüber PPD sensibilisiert sind, können lebenslänglich allergisch auf PPD und auf ähnliche Farbstoffe reagieren. Der Kontakt mit diesen Substanzen kann bei ihnen schwere Dermatosen hervorrufen. Daher müssen sie Produkte meiden, die diese enthalten. Das ist gar nicht so einfach, weil para-Phenylendiamin auch in Haarfarben und als Bestandteil von Farbstoffen in dunklen Lederwaren sowie Textilien vorkommen kann.

Das BfR wies Verbraucher und insbesondere die Eltern von Jugendlichen und Kindern bereits 2004 ausdrücklich auf diese mit Tattoos verbundenen Risiken hin und wiederholte nun die Warnungen, da sich Bodypainting trotz allem immer größerer Beliebtheit erfreut.

Literatur: 

Quelle: BfR (2007): BfR warnt erneut vor Henna-Tattoos. Pressemitteilung 14/2007 vom 18.07.2007. www.bfr.bund.de

Veröffentlicht: 20. Juli 2007 - 0:00 Uhr

Autor/en: