Fracking und Asthma

Bildquelle: he Pinedale Field office of the BLM. [Public domain], via Wikimedia Commons.

In der angesehenen Fachzeitschrift JAMA ist am 18. Juli 2016 eine Publikation erschienen, die einen Zusammenhang zwischen der Verschlimmerung von Asthmaanfällen und dem "Fracking" in der Umgebung nahelegt..

Sara Rasmussen und ihre Mitarbeiter haben sich bei mehr als 35 500 Asthmapatienten (Altersgruppe 5 - 90 Jahre) angeschaut, ob ihre Asthmaanfälle mit "Fracking-Aktivitäten" in Pennsylvania korrelieren. Der untersuchte Zeitraum umfasst die Jahre 2005 (als Beginn der Fracking-Aktivitäten) bis 2012.

Die Autoren unterschieden beim Fracking 4 Phasen:

  • die Vorbereitung des Bohrfeldes,
  • das Bohren,
  • das eigentliche Fracking und
  • die Produktionsphase.

Als Expositionsmaß diente die Entfernung zum Wohnort des Patienten, wobei Beginn und Dauer der Fracking-Aktivitäten berücksichtigt wurden. Die über die elektronische Gesundheitsakte erfassten Asthmaanfälle wurden in "leicht", "mittel" und "schwer" (je nach Medikation und Behandlungsaufwand) eingeteilt.

Das Ergebnis:

Das Risiko für Asthmaanfälle im Zusammenhang mit Fracking stieg auf das 1.5- bis 4.4-fache (abhängig davon, welche Frackingphase und welcher Schweregrad der Asthmaanfälle betrachtet wurde).

Die Autoren haben mögliche Störfaktoren wie z.B. Tabakrauch und Verkehr sorgfältig kontrolliert.

Ob es sich bei dem beschriebenen Ergebnis um einen kausalen Zusammenhang oder um eine zufällige Assoziation handelt, lassen die Autoren offen.

Literatur: 

Sara G. Rasmussen; Elizabeth L. Ogburn; Meredith McCormack; Joan A. Casey; Karen Bandeen-Roche; Dione G. Mercer; Brian S. Schwartz, MD,

Association Between Unconventional Natural Gas Development in the Marcellus Shale and Asthma Exacerbations. JAMA (2016) July, 18, http://archinte.jamanetwork.com/article.aspx?articleid=2534153

Veröffentlicht: 22. Juli 2016 - 12:34 Uhr

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Grafik oben rechts (Fracking): he Pinedale Field office of the BLM. [Public domain], via Wikimedia Commons.