Grillen mit Holzkohle: Bitte nicht in Innenräumen!

Grillen mit Holzkohle: Bitte nicht in Innenräumen!

Beim Grillen mit Holzkohle wird das farb- und geruchlose Gas Kohlenmonoxid freigesetzt. © Rainer Sturm / pixelio.de.

Wer in der nassen und kalten Jahreszeit in Innenräumen und Garagen mit Holzkohle grillt, riskiert eine lebensgefährliche Kohlenmonoxidvergiftung. Dies zeigen zahlreiche, teilweise tödlich verlaufende Vergiftungsfälle in den vergangenen Jahren.

Kohlenmonoxid (CO) bindet sich beim Einatmen an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin, so dass das Blut keinen Sauerstoff mehr aufnehmen kann. Die Folgen sind Bewusstlosigkeit bis hin zum völligen Kollaps der Organsysteme. Problematisch dabei ist die geringe Zeitspanne zwischen den ersten Vergiftungssymptomen und dem Eintreten der Bewusstlosigkeit.

Geöffnete Türen, Fenster oder "Indoorgrills" bieten keine Sicherheit

Gefährliche Konzentrationen des farb- und geruchlosen Gases in der Raumluft können sich auch dann bilden, wenn man beim Grillen die Fenster, Türen oder Garagentore geöffnet hält.

Dies bestätigen die Ergebnisse eines aktuellen Forschungsprojekts des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Zusammenarbeit mit der BAM Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung, in dem die zeitliche Ausbreitung und räumliche Verteilung des Kohlenmonoxids beim Betrieb von Holzkohlegrills und anderen Holzkohlewärmequellen detailliert untersucht wurde.

Das BfR weist darauf hin, dass auch so genannte "Indoorgrills" und Kochtöpfe, die mit Holzkohle betrieben werden ("hot pots"), keine Sicherheit bieten. Ebenso wenig schützen Rauchmelder, da sie auf die von glühender Holzkohle fast ausschließlich freigesetzten unsichtbaren Gase nicht reagieren.

Wer auf das Grillen bei schlechtem Wetter nicht verzichten möchte, sollte daher auf einen Elektrogrill zurückgreifen.


"Grillen mit Holzkohle ist nichts für den Innenraum!" Pressemitteilung von BAM und BfR (zuletzt aufgerufen im Oktober 2013)

Veröffentlicht: 2. Oktober 2013 - 9:30 Uhr

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© Grafik oben rechts (Grill): Rainer Sturm / pixelio.de.