Kein Selbsttest PPD-haltiger Haarfärbemittel

Kein Selbsttest PPD-haltiger Haarfärbemittel

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Der Stoff p-Phenylendiamin (PPD) ist in vielen Haarfärbemitteln enthalten. Aufgrund seines allergenen Potenzials empfehlen die Hersteller einen Selbsttest auf der Haut.

Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) lehnt diesen Test jedoch ab, denn der Test selber kann zu einer Sensibilisierung führen. Bei Personen, die bereits auf PPD sensibilisiert sind, kann eine allergische Reaktion ausgelöst werden.

Ob eine Sensibilisierung mit einem Stoff eintritt, hängt sowohl von der Kontaktdosis, als auch von der Häufigkeit des Kontaktes mit dem Allergen ab. Da PPD nicht nur in Haarfärbemitteln, sondern auch in anderen Produkten als Farbmittel eingesetzt wird, ist die Kontakthäufigkeit bereits hoch.

Das BfR kritisiert ferner, dass nur Fachleute die Symptome richtig einschätzen können. Ob Privatpersonen bei dem Auftreten von Symptomen fachlichen Rat aufsuchen, ist nicht sicher gestellt.

„Daher empfiehlt das BfR Verbrauchern, selbst keine Allergietests durchzuführen“ (BfR 2014).

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Literatur: 

Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) (2014). Haarfarben: Selbsttest kann Allergien verursachen. Stellungnahme Nr. 015/2014 (zuletzt aufgerufen im Mai 2014)

Veröffentlicht: 28. Mai 2014 - 13:07 Uhr

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