KISS-Studie

KISS-Studie

Für die KISS-Studie wurden Gemeinden in den Alten Bundesländern ausgewählt, die im Umkreis von 16 leistungsstarken Mittelwellensendern und acht UKW/TV-Sendern liegen.

Starke Radio- und Fernsehsender haben in Deutschland keinen Einfluss auf das Risiko von Kindern, an Leukämie zu erkranken.

Das ist das Ergebnis der KISS-Studie (Kindliche Leukämien und Expositionen in der Umgebung von hochfrequenten Sendestationen). Sie wurde vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) initiiert und vom Institut für Medizinische Biometrie, Epidemiologie und Informatik (IMBEI) der Universität Mainz  durchgeführt.

Bei der Untersuchung handelte es sich um eine große sogenannte Fall-Kontroll-Studie. Untersucht wurden Gemeinden in den Alten Bundesländern, die im Umkreis von 16 leistungsstarken Mittelwellensendern und acht UKW/TV-Sendern liegen.

Auffällige Befunde früherer Untersuchungen werden durch die neue Studie deutlich abgeschwächt.

Ursache hierfür sei das aussagekräftige Design der neuen Studie, insbesondere die individuelle Expositionsabschätzung für fast 8.000 Kinder, der 20-jährige Beobachtungszeitraum und der Fokus auf 24 der leistungsstärksten Sendeanlagen in Deutschland.

Zudem ist kein biologischer Wirkmechanismus bekannt, der plausibel erklären könnte, auf welche Weise hochfrequente elektromagnetische Felder das Leukämiegeschehen beeinflussen könnten. Auch dies spricht gegen einen Zusammenhang zwischen Feldern von TV- und Radiosendern und Leukämien im Kindesalter.

Veröffentlicht: 17. Oktober 2008 - 0:00 Uhr