Mehr Lebensmittelsicherheit durch europäische Forschungsstandards

Ein europäisches Forschungsprojekt erarbeitet gemeinsame Standards für "Total Diet"-Studien.

Ein europäisches Forschungsprojekt erarbeitet gemeinsame Standards für "Total Diet"-Studien. © veit kern / pixelio.de.

Mit Hilfe von "Total Diet"-Studien werden Nahrungsmittel auf Schwermetalle, Dioxine, PCB, Acrylamid und andere gesundheitlich bedenkliche oder gefährliche Stoffe hin untersucht.

"Total Diet"-Studien erfassen nicht nur Rückstände in unverarbeiteten Nahrungsmitteln, sondern auch Stoffe, die bei der industriellen Verarbeitung und der Zubereitung (z. B. durch Kochen) entstehen. So liefern sie eine wichtige Grundlage für effizientes Risikomanagement im Bereich der Lebensmittelkontrolle.

Doch gibt es auf europäischer Ebene bislang noch keine gemeinsamen, verbindlichen Standards für die Erhebung und Auswertung der Daten. Daher sind zuverlässige Vergleiche, welche Konzentrationen an unerwünschten Stoffen die Menschen in den verschiedenen europäischen Ländern mit der Nahrung aufnehmen, bislang nicht möglich. 

Aus diesem Grund wurde das europäische Forschungsprojekt "Nutzung von 'Total Diet'-Studien in der Expositionsschätzung" ins Leben gerufen mit dem Ziel, vergleichbare Maßstäbe für "Total Diet"-Studien zu entwickeln und so die Risikoeinschätzung im europäischen Raum zu verbessern.

An dem Forschungsvorhaben sind 26 europäische Enrichtungen beteiligt, darunter auch das deutsche Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Ausführliche Informationen zum Forschungsprojekt finden Sie auf der englischsprachigen Projekt-Website (www.tds-exposure.eu, zuletzt aufgerufen im November 2012) und beim BfR ("TDS Exposure: Nutzung von 'Total Diet'-Studien in der Expositionsschätzung", zuletzt aufgerufen im November 2012).

Veröffentlicht: 30. November 2012 - 12:33 Uhr

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Grafik oben rechts (Lebensmittel): © veit kern / pixelio.de.