Neue Studie zu Pferdeallergie: Curly Horses nicht weniger allergen!

Eine aktuelle Studie hat ergeben: Curly Horses produzieren nicht weniger Allergene als die meisten anderen Pferderassen. © Lindsayanne at English Wikipedia [CC BY 2.5 (https://creativecommons.org/licenses/by/2.5)], via Wikimedia Commons

Curly Horses produzieren nicht weniger Allergene als die meisten anderen Pferderassen. © Lindsayanne at English Wikipedia [CC BY 2.5], via Wikimedia Commons.

Viele Reiter, die unter einer Pferdeallergie leiden, setzen auf Pferde der Rasse "Curly", da sie beim körperlichen Kontakt mit diesen Tieren weniger unter allergischen Reaktionen leiden.

Vor diesem Hintergrund überrascht das Ergebnis einer Studie des Instituts für Prävention und Arbeitsmedizin der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung unter Leitung von Prof. Monika Raulf: Curly Horses sind nicht weniger allergen, sondern enthalten im Gegenteil sogar höhere Allergenkonzentrationen als die meisten anderen Rassen.

Individuelle Allergenproduktion bei Pferden bedeutender als die Rasse

Unter den 32 untersuchten Pferderassen weisen Tinker, Isländer und Shetland Ponies eine geringere Allergenproduktion auf. Das Gleiche gilt für Stuten und für kastrierte Hengste.

Ein weiteres wichtiges Ergebnis ist, dass jenseits von Rasse und Geschlechtszugehörigkeit vor allem die individuelle Veranlagung des Pferdes für dessen Allergenproduktion ausschlaggebend ist.

Für Prof. Raulf ergibt sich aus diesen Resultaten eine wichtige Handlungsempfehlung: "Für pferdeallergische Reiter gilt es daher das Pferd zu finden, dessen Allergenproduktion für ihn tolerabel ist. Damit können wir auch betroffenen Tierärzten und tiermedizinischen Fachangestellten keinen Hinweis auf eine reduzierte Allergenexposition beim Umgang mit 'Curly Horses' geben".

Quelle: DGAKI: "Curly Horses für Pferdeallergiker? Weniger allergen sind sie nicht!"

Veröffentlicht: 10. Mai 2019 - 11:38 Uhr

Autor/en: