Pflanzen im Herbst: Kinder vor Vergiftungen schützen

By Kurt Stüber [1] [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons

Spätsommer und Frühherbst sind die Blütezeit für zahlreiche Pflanzen. Einige von ihnen sind giftig.

Auch wenn schwere oder tödliche Vergiftungen im Kindesalter mittlerweile selten geworden sind: Weil sie gerne alles ausprobieren und in den Mund stecken, können bei Kindern einige der farbenfrohen Beeren und Früchte zu Vergiftungen mit unterschiedlichen Schweregraden führen.

Gefährlich ist u. a. die Tollkirsche. Ab Juli bildet sie kirschgroße, schwarz-glänzende Beeren aus (Foto rechts). Der Verzehr von 3-4 Beeren kann für Kinder bereits lebensgefährlich sein.

Der Kirschlorbeer mit seinen rot-violetten Beeren enthält zyanogene Glykoside. Der Verzehr der Beeren und anderer Pflanzenteile löst Übelkeit, Bauchschmerzen, Kopfschmerzen und Schwindel, in extremen Fällen auch verminderte Atmung und Bewusstlosigkeit aus.

Um Vergiftungen vorzubeugen, sollten Eltern und Betreuer Kinder früh dazu anhalten, keine unbekannten Beeren oder andere Pflanzenteile zu essen, sondern immer vorab zu fragen, rät Prof. Dr. Hans-Jürgen Nentwich, Pädiater und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ).

Überblick über giftige Pflanzen

Einen Überblick über giftige Pflanzen mit Erläuterungen und Abbildungen liefert die Giftinformationszentrale des Universitätsklinikums Bonn unter www.gizbonn.de.

Veröffentlicht: 26. September 2018 - 12:37 Uhr

Autor/en:

Bildquelle: 

By Kurt Stüber [1] [GFDL or CC-BY-SA-3.0], via Wikimedia Commons