UV-Licht und Sonnenschutz

UV-Licht und Sonnenschutz

© Steffi Ganz / pixelio.de

Mit Frühlingsbeginn, längeren Tagen und wärmendem Sonnenschein wird es uns wie in jedem Jahr wieder ins Freie ziehen, so zum Spazierengehen oder Wandern, Radfahren oder Sport im Grünen, zu Gartenarbeit und  Geselligkeit.

Dies ist im wahrsten Sinne des Wortes natürlich, wir Menschen verhalten uns nicht anders als Flora und Fauna - die Sonne übt ihre Anziehungskraft unwiderstehlich aus. Bewegte Aktivität im Freien ist gesund und ganz nebenbei wird durch das UV-Licht das lebensnotwendige Vitamin D auf unserer unbedeckten Haut gebildet, so dass der winterliche Mangel wieder ausgeglichen werden kann.

Allerdings gilt auch hier: Nicht selten gibt es zu viel des Guten, erkennbar an der geröteten Haut als erstem Hinweis für einen beginnenden Sonnenbrand, der durch das UV-Licht hervorgerufen wird.

Besonders Kinder sind davon betroffen: Da die kindliche Haut bekanntermaßen dünner, empfindlicher und weniger verhornt ist, erfährt sie 80% der Gesamt-UV-Lebensbelastung vor dem 18. Lebensjahr!

Damit erhöhen auch vermeintlich harmlose Sonnenbrände „nur mit Hautrötung“ und ohne Blasenbildung in Kindheit und früher Jugend besonders deutlich das Risiko für eine zu rasche Haltalterung und die spätere Entwicklung von unterschiedlichen Hautkrebsarten. Dies ist auch an der zahlenmäßigen Zunahme von z.B. Basaliomen oder Melanomen erkennbar.

Deshalb ist ein konsequenter Hautschutz vor ultraviolettem Licht ab dem Frühjahr bis in den Herbst hinein so wichtig!! Dies gelingt vor allem durch angemessene Kleidung und Kopfbedeckung sowie Sonnencremes mit Lichtschutzfaktoren von mindestens 20 bis 30. Selten sind höhere LF notwendig!

Wenn Sie an weiterer Information interessiert sind, finden Sie auf Allum unter "UV (Ultraviolette Strahlung)" Erläuterungen zur UV-Strahlung, zur Wirkung auf das Erbgut und auf die Gesundheit, erfahren Wichtiges zu Grenzwerten / Richtwerten sowie zur Vorbeugung, und erhalten Linktipps und Literaturquellen.

Keine Sonnencremes aus dem Vorjahr mit Octocrylen nutzen!

Wichtiger aktueller Hinweis: Eine Anfang März von französischen Forschern veröffentlichte Studie rät von der Verwendung der Sonnencreme aus dem letzten Jahr ab, wenn diese den chemischen Sonnenschutzfilter Octocrylen enthalten, denn daraus ist während der Lagerung Benzophenon geworden, das in die Haut eindringen kann. Mit Ausnahme von Nivea SUN SPF 50+ enthalten alle getesteten Sonnencremes mit LF50 Octocrylen.

Einer der Mitautoren erläutert:

"Kommt Benzophenon auf die Haut, kann es dort Ausschläge, Entzündungen oder Überempfindlichkeiten auslösen, aber in Tierversuchen auch Leberkrebs oder Lymphome. Das Molekül beeinträchtigt die Schilddrüse und die Fortpflanzungsorgane."

Die Forscher verwendeten Produkte namhafter Firmen, bei einigen von ihnen wurde nach einem Jahr auch der Grenzwert von 10 mg Benzophenon pro kg überschritten. Sie fordern deshalb ein Verbot von Octocrylen und Benzophenon, welches auch negative ökologische Auswirkungen auf Pflanzen hat (siehe https://pubs.acs.org/doi/pdf/10.1021/acs.chemrestox.0c00461; dort findet sich auch die umfängliche Liste der getesteten Sonnencremes).

Deshalb: Kaufen Sie eher kleinere Mengen Sonnencreme, so dass diese im Herbst verbraucht sind! Oder nutzen sie Sonnencremes ohne Octocrylen!

Und nun haben Sie und Ihre Kinder viel Freude im Freien und beim Aufenthalt in der Natur!!

Veröffentlicht: 18. März 2021 - 12:29 Uhr

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