Symptome und Auslöser

Symptome der Bienen- und Wespengiftallergie

WespeSticht eine Wespe oder Biene zu, gelangt ihr Gift in den Körper. Bei Insektengiftallergikern werden nun Histamin und andere Mittlersubstanzen freigesetzt, die eine allergische Reaktion auslösen.
 Die Reaktionen werden je nach Schweregrad eingeteilt:



  • Lokalreaktion:
    Rötung und Schwellung an der Einstichstelle. Dies ist keine allergische Reaktion, sondern völlig normal.
  • Verstärkte Lokalreaktion:
    Erhebliche Rötung und Schwellung, die sich auf das ganze betroffene Körperteil ausdehnen können und ihr Maximum erst Tage nach dem Stich erreichen. Die Symptome klingen nach einigen Tagen bis zwei Wochen wieder ab.
  • Leichte Allgemeinreaktion:
    Von der Einstichstelle entfernter Ausschlag, Gesichtsschwellung, Juckreiz, leichte Übelkeit
  • Schwere Allgemeinreaktion:
    Zusätzlich zu den o.g. Symptomen: Übelkeit, Erbrechen, Atemnot, Kreislaufkollaps, Schüttelfrost (anaphylaktische Reaktion). Die Symptome setzen wenige Sekunden bis Minuten nach dem Stich ein. Dies ist ein Notfall!

Erhöhtes Risiko für Asthmatiker und Menschen mit chronischen Herz-Kreislauf-Problemen

Personen, die unter einem chronischen Herz-Kreislauf-Problem oder Asthma leiden, tragen ein erhöhtes Risiko für eine anaphylaktische Reaktion bei einer Bienengift- oder Wespengiftallergie.

Generell gilt, dass Menschen, bei denen nach einem Insektenstich eines der Symptome einer Allgemeinreaktion auftritt, einen Allergologen aufsuchen sollten, der über eine entsprechende Testung und Therapie entscheidet.

Auslöser

Verantwortlich für die allergische Reaktion sind in unseren Breiten hauptsächlich die Allergene Phospholipase A, Mellitin und Hyaluronidase im Bienengift sowie Hyaluronidase, Phospholipase A und Phospholipase B im Wespengift.

Da ein Teil des Allergenspektrums bei Bienen und Wespen gleich ist, können bei einzelnen Allergikern allergische Reaktionen sowohl nach Bienenstichen als auch nach Wespenstichen ausgelöst werden. Die Allergene der Hornissen entsprechen weitgehend denen der Wespen.



In Mitteleuropa kommen hauptsächlich die Honigbiene (Apis mellifera) und die Wespe (Gattung Vespula) als Auslöser von bedrohlichen Insektengiftallergien in Betracht. Allergieauslöser ist das jeweilige Insektengift.

Kreuzallergien zwischen Insektengiften

Zwischen Wespengift und Hornissengift können Kreuzallergien bestehen. Ebenso zwischen dem Gift der Bienen und Hummeln, wobei Hummelstiche sehr selten sind. Die Honigbiene hat einen behaarten Körper und braunen Hinterleib, der Körper der Wespe weist eine schwarzgelbe Bänderung auf.

Die Zusammensetzung des Bienengifts ist auf der ganzen Erde dieselbe, das Wespengift kann auf verschiedenen Kontinenten unterschiedlich sein. In fremden Ländern kann es jedoch zu Kreuzreaktionen zum Beispiel mit Ameisengift kommen. Insektengifte bestehen aus unterschiedlichen Bestandteilen. Einige Substanzen setzen direkt Histamin frei und bewirken auch bei Nichtallergikern örtliche Reaktionen. Eiweißbestandteile sind für die eigentlichen allergischen Reaktionen verantwortlich.

Andere Insekten, wie Mücken, Bremsen und Schnaken können zwar auch starke, zum Teil über Tage anhaltende Schwellungen an der Einstichstelle verursachen. Dabei handelt es sich jedoch um eine von Person zu Person sehr unterschiedliche toxische Reaktion des Giftes, zum Teil sind auch immunologische Mechanismen beteiligt. Allergische Allgemeinreaktionen gegen diese Insekten sind extrem selten.

Stand: 14. März 2019 - 11:36 Uhr

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