Erdnussallergie

ErdnussErdnüsse enthalten sehr bedeutsame Allergene, das wichtigste davon ist das Erdnussallergen Ara h2, ein Erdnusseiweiß (zur Bezeichnung von Allergenen siehe den Infotext "Allergene allgemein").

Der Allergie geht grundsätzlich eine Sensibilisierung voraus.

Symptome der Erdnussallergie

Erdnussallergene sind hitzestabil. Es reichen bereits Mengen im Mikrogrammbereich aus, um Symptome der Erdnussallergie auszulösen. Diese zeigen sich wenige Momente nach dem Genuss einer Erdnuss oder Erdnussspuren. Dazu können gehören:

  • Schleimhautschwellungen im gesamten Mund- und Rachenraum
  • Juckreiz und Anschwellen der Zunge
  • Anschwellen der Lippe
  • Luftnot
  • Übelkeit, Erbrechen und Durchfall
  • Kreislaufbeschwerden
  • Anaphylaktische Reaktion

Häufigkeit

Aufgrund des vermehrten technologischen Einsatzes in der Lebensmittelindustrie, steigt die Anzahl von Erdnussallergikern in Deutschland an. Bei Kindern gilt die Erdnuss als relevantestes Nahrungsmittelallergen: Zehn Prozent der Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sind sensibilisiert. Im Vergleich zu anderen Nahrungsmittelallergien fallen die Symptome einer Erdnussallergie häufig besonders stark aus.

Therapie und Tipps

Eine Therapie der Erdnussallergie ist nur begrenzt möglich, was für Betroffene einen Eingriff in die Lebensführung bedeutet. Denn Erdnüsse müssen nun vom Speiseplan entfernt werden. Bei kaum einem anderen Allergen ist dieses Vorhaben schwieriger. Denn Erdnüsse kommen in den unterschiedlichsten Lebensmitteln vor und können zudem über Produktionsanlagen in Lebensmittel gelangen, die eigentlich erdnussfrei sind.

Aufgrund dieser Schwierigkeiten finden sich auf Allum einige Tipps zum Umgang bei einer Erdnussallergie.

Stand: 24. Juli 2017 - 9:47 Uhr

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