Fischallergie

Bildquelle: schemmi / PIXELIOEine Allergie gegen Fisch beruht meistens auf einer Reaktion gegen Parvalbumin (Protein der Muskelzellen im weißen Muskelfleisch der Fische). Mehr als 95% aller Fischallergiker sind auf Parvalbumin sensibilisiert. Es stellt das Hauptallergen.

Die Aminosäuresequenzen des Parvalbumins verschiedener Fischarten ähneln sich stark. Daher reagieren Fischallergiker meistens auf verschiedene Fischarten.

Parvalbumin bleibt auch beim Erhitzen erhalten. Deshalb reagieren betroffene Allergiker auch auf gekochten und gebratenen Fisch.

Bei Süß- und Salzwasserfischen gibt es in Bezug auf die Allergene keine Unterschiede. Einige Allergiker vertragen Fische mit überwiegend rotem Fleisch wie Thunfisch oder Schwertfisch. Deren Anteil an weißer Muskelmasse und damit an Parvalbumin ist vergleichsweise gering.

Das Fischprotein ist ein sehr potentes Allergen. Manche Menschen reagieren auch auf den Staub getrockneter Fische oder die Kochdämpfe der Fischzubereitung. Zudem werden Reaktionen auf Fischgeruch berichtet.

Inzwischen sind die artenspezifischen Parvalbumine identifiziert worden (Sal s1 in Lachs, Cyp c1 in Karpfen, Gad m1 in Kabeljau sowie Sco j1, Sco a1 und Sco s1 in der Makrele). Es kann daher sein, dass einige Allergiker Lachs nicht vertragen aber Kabeljau essen können.

Symptome der Fischallergie

Die Symptome zeigen sich in Magen-Darm-Beschwerden, Urtikaria, Quincke-Ödem, gelegentlich auch in Asthmaanfällen.

Eine anaphylaktische Reaktion ist möglich.

Häufigkeit, Diagnose, Prognose

Fisch gehört bei Kindern und Jugendlichen zu den fünf häufigsten Auslösern von Nahrungsmittelallergien; die Prognose ist vergleichsweise schlecht.

Eine Fischallergie kann mit verschiedenen Diagnoseverfahren festgestellt werden.

Therapie

Die Säulen der antiallergischen Therapie bei Fischallergie sind das Meiden des Auslösers und die medikamentöse Behandlung (Notfallbehandlung).

Stand: 24. Juli 2017 - 9:49 Uhr

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