Diagnose

Der erste Hinweis auf eine Infektion mit Kopfläusen ist der quälende Juckreiz auf der Kopfhaut. Die Diagnose wird durch den Nachweis von entwicklungsfähigen Eiern (Nissen), Nymphen oder adulten Läusen gestellt. Entwicklungsfähige Eier sind grau-braun und haften weniger als 1 cm vom Haaransatz entfernt. Bevorzugte Stellen sind die Stellen hinter den Ohren und der Nacken. Eier, die weiter als 1 cm von der Kopfhaut entfernt sind, sind kein Beweis für eine akute Erkrankung.

Zum Nachweis eines Kopflausbefalls muss der Kopf gründlich abgesucht werden.

Sicherer ist das systematische Auskämmen. Hierzu wird das Haar zuerst großzügig mit einer handelsüblichen Pflegespülung durchfeuchtet. Die Pflegespülung hemmt die Läuse in ihrer Bewegung und die enthaltenen Öle und Schmierstoffe machen die Haare glatter und leichter kämmbar. Anschließend wird das Haar in Strähnen gelegt und mit einem Läusekamm systematisch ausgekämmt. Der Läusekamm sollte aus Metall oder stabilem Kunststoff bestehen. Der Abstand zwischen den Zinken des Kamms darf nicht größer als 0,2 mm sein. Der Kamm wird an der Kopfhaut angesetzt und bis zu den Haarspitzen durchgezogen. Nach jedem Kämmen wird der Kamm auf einem Tuch abgestrichen. Bei Befall werden hier die erfassten Kopfläuse sichtbar.

Wenn bekannt ist, dass Läuse im Umlauf sind, sollte diese Maßnahme auch ohne akuten Juckreiz durchgeführt werden. Läusekämme sind in der Apotheke erhältlich.

Stand: 29. November 2016 - 10:40 Uhr

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