Nahrungsmittelallergie

NahrungsmittelallergieNahrungsmittelallergie oder Nahrungsmittelunverträglichkeit?

Viele Menschen sind davon überzeugt, bestimmte Nahrungsmittel nicht zu vertragen. Häufig wird im Zusammenhang mit einer solchen - vermuteten - Unverträglichkeitsreaktion auch das Wort "Nahrungsmittelallergie" verwendet.

Nahrungsmittelallergien stellen jedoch ausschließlich jene Unverträglichkeitsreaktionen dar, welche durch Beteiligung des Immunsystems entstehen.

Demgegenüber abzugrenzen sind Unverträglichkeitsreaktionen auf Nahrungsmittel oder Nahrungsmittelzusätze, die ohne Beteiligung des Immunsystems auftreten. Diese werden als Nahrungsmittelunverträglichkeiten (Nahrungsmittelintoleranzen) bezeichnet.

Die Definition einer Nahrungsmittelallergie umfasst folgende Aspekte (Niggemann 2008):

  • Die krankmachende Symptomatik ist überzeugend und reproduzierbar.
  • Eine Auslösung ist bereits durch kleine Mengen möglich.
  • Es ist eine spezifische immunologische Antwort, die sich von der Antwort normaler Personen unterscheidet.

Diese Unterscheidung ist wichtig für eine gute Therapie, die auch eine ausgewogene Ernährung gewährleistet.

Entstehung von Nahrungsmittelallergien

Bei den echten Nahrungsmittelallergien sind die durch IgE-Antikörper hervorgerufenen allergischen Reaktionen nach Nahrungsmittelgenuss am häufigsten. Nach einem Erstkontakt bildet der Körper allergieauslösende IgE-Antikörper, es kommt zur Sensibilisierung gegen das Nahrungsmittel. Bei einem weiteren Kontakt mit dem Nahrungsmittel lösen das Immunsystem und die IgE-Antikörper die Krankheitssymptome aus, die Allergie ist entstanden.

Stand: 24. Juli 2017 - 9:57 Uhr

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