Tipps und sonstige Maßnahmen

Neben den unter "Therapie" beschriebenen Therapieverfahren können Erwachsene auch mit leichter UV-Bestrahlung behandelt werden. Aufgrund des Hautkrebsrisikos ist diese Maßnahme für Kinder unter 12 Jahren nicht geeignet.

Außerdem tut den meisten Neurodermitikern ein Aufenthalt am Meer und Baden im salzigen Wasser gut.

Viele Neurodermitiker sind gleichzeitig Allergiker. Die Betroffenen sollten die Allergene möglichst meiden. Je nach Auslöser kommt für die Allergiker auch eine Hyposensibilisierung in Betracht.

Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V. (AGNES)

Ein elementarer Bestandteil der Neurodermitistherapie ist die standardisierte Patientenschulung. Sie wird von der Arbeitsgemeinschaft Neurodermitisschulung e.V., kurz AGNES, angeboten. Die Schulung beinhaltet folgende Themen:

  • Informationen zur stadiengerechten Behandlung
  • Einübung und Transfer in den Alltag (z.B. Eincremeverfahren, etc.)
  • Kenntnisse über mögliche Auslöser und deren Vermeidung
  • Kenntnisse über geeignete diagnostische Maßnahmen zur Vermeidung von Schüben und Verschlimmerungen
  • Einblick und Erprobung in Entspannungsverfahren (z. B. Progressive Muskelentspannung, Phantasiereisen, Autogenes Training)
  • Erarbeiten und Erproben von Strategien im Umgang mit psychosozialen Belastungen von Kindern und Eltern
  • Möglichkeit zur Besprechung familiärer Belastungen im Zusammenhang mit der Erkrankung
  • Umgang mit Juckreiz und Erarbeiten von Kratzalternativen, kindgerechte Ernährung und Diagnostik von Nahrungsmittelallergien.

Informationen über AGNES finden sich im Internet unter www.neurodermitisschulung.de. Dort sind auch zur Neurodermitisschulung berechtigte Trainer zu finden.

Tipps für zu Hause

Nachfolgend erhalten Sie einige einfache Tipps für zu Hause:

  • Wenn es juckt und kratzt:
    • Fingernägel kurz schneiden
    • Säuglingen Baumwollhandschuhe anziehen
    • Kein Kontakt zu Wolle und Fell
  • Was bei Kleidung beachtet werden kann:
    • Glatte, saugfähige und luftdurchlässige Kleidung wählen
    • Intensiv gefärbte Kleidung nicht direkt auf der Haut tragen
    • Synthetische Einnäher aus der Kleidung entfernen
    • Nähte gegebenenfalls nach außen tragen
  • Was bei Essen und Trinken beachtet werden sollte:
    • Säuglinge möglichst die ersten 4 Monate stillen
    • Potenziell allergene Nahrungsmittel nur nach Rücksprache mit dem Arzt essen
    • Mit Fruchtsäuren und viel Süßem vorsichtig sein, da derartige Nahrungsmittel die Symptome verschlimmern könnten
      in seltenen Fällen trifft dies auch auf Farb- und Konservierungsstoffe zu

Stand: 3. Mai 2019 - 10:44 Uhr

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