Beifuß-Ambrosie (Beifußblättriges Traubenkraut)

Lateinischer Name: Ambrosia artemisiifolia (= A. elatior)

Beifuß-AmbrosieDie Beifuß-Ambrosie (sie ist auch unter den Namen Beifußblättriges Traubenkraut, Ragweed, Ambrosia und Beifußblättrige Ambrosie bekannt) gehört zur Familie der Korbblütler und ist eigentlich in Nordamerika heimisch.

Sie kann leicht mit anderen Pflanzen verwechselt werden. Wie ihr Name schon vermuten lässt, sieht sie zum Beispiel dem Beifuß sehr ähnlich. Charakteristisch sind jedoch ihre fiederteiligen Blätter mit grüner Unterseite und die abstehend behaarten Stängel. 

Detaillierte Abbildungen der Pflanze finden sich auf der Internetseite www.ambrosiainfo.de.

Beifuß-Ambrosie: Probleme für Allergiker

Das Allergen der Beifuß-Ambrosie ist viel stärker als die Allergene der sonst in Europa heimischen Pflanzen. Eine sehr geringe Dosis Pollen kann bereits heftige allergische Reaktionen bei sensibilisierten Personen auslösen. Der Hautkontakt mit der Ambrosie kann zu Hautirritationen führen. Auch bei Nicht-Allergikern können diese Beschwerden auftreten.

In Amerika leiden mittlerweile 10-20 % der Bevölkerung an einer Allergie gegen die Pollen der Beifuß-Ambrosie. Von den Pflanzenpollen-Allergikern sind sogar 75 % betroffen. Dies verdeutlicht das hohe allergieauslösende Potenzial.

Beifuß-Ambrosie: Vorkommen in Deutschland

Von Oktober 2006 bis August 2007 wurde im Rahmen einer Studie erstmals bei deutschen Patienten die Ambrosiasensibilisierung getestet. 504 Patienten, die sich sowieso einem Pricktest unterziehen mussten, wurden zusätzlich auf vier Ambrosiaextrakte getestet. Bei 25,6 % wurde eine Sensibilisierung gegenüber der Beifuß-Ambrosie festgestellt.

Auch wenn die Samen bereits im März keimen, ist die Hauptblütezeit der Beifuß-Ambrosie Mitte August bis September. Der Höhepunkt der Saison tritt meist Anfang September auf. Damit sind ihre Pollen das letzte wichtige Allergen im Jahr und verlängern die Beschwerdezeit mancher Pollenallergiker (Mitte August bis Oktober).

Der Polleninformationsdienst misst seit einigen Jahren die Konzentrationen von Ambrosien-Pollen an allen Messstationen, um die Pollenbelastung in Deutschland besser einschätzen zu können. Genaue Pollenflugangaben zu Traubenkraut- und anderen Pollen, auch europaweit, siehe unter: www.dwd.de/DE/leistungen/gefahrenindizespollen/gefahrenindexpollen.html

Traubenkrautpollen können mit fast allen Pollen der Korbblütler Kreuzreaktionen haben, besonders aber mit Beifußpollen. Kreuzreaktionen mit Goldrute, Sonnenblume, Kamille, Arnika und allen Blumen, die wie Margeriten oder Gänseblümchen aussehen, sind wahrscheinlich. In Nordamerika wurden unter anderem auch Kreuzreaktionen mit Bananen und Melonen beobachtet. Die Vielzahl an möglichen Kreuzreaktionen macht eine Sensibilisierung so gefährlich.

Stand: 3. März 2017 - 10:19 Uhr

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