Allergologische Relevanz

CashewAllergische Reaktionen auf Cashew-Kerne sind bisher relativ selten.

Wenn es jedoch zu einer allergischen Reaktion kommt, so fällt diese oft sehr schwer aus. Das Risiko eines anaphylaktischen Schocks ist groß.

Studien zeigten, dass Kinder noch häufiger auf Cashew-Kerne als auf Erdnüsse mit einem allergischen Schock reagieren (Davoren & Peake, 2005; Clark, Anagnostou & Ewan, 2007).

Die beiden Majorallergene sind Ana o 1 und Ana o 2. Die Struktur von Ana o 2 ist den Proteinen von Hülsenfrüchten relativ ähnlich (AllAllergy). Dies könnte die häufigen Kreuzreaktionen mit Erdnüssen erklären, obwohl diese nicht zur Sumachgewächs-Familie gehören.

Zu Kreuzreaktionen kommt es auch mit Früchten aus der Familie des Cashew. Betroffen sind vor allem Pistazien. Seltener sind Kreuzreaktionen mit den nicht biologisch verwandten Walnüssen, Haselnüssen oder Paranüssen.

Fachleute gehen davon aus, dass die Allergene der Cashew-Kerne in die Muttermilch übergehen. Die genaue Menge an von der Mutter verzehrten Kernen, die bei gestillten Kindern eine allergische Reaktion auslösen, ist unbekannt. Daher sollten stillende Mütter, deren Kinder allergisch auf Cashew-Kerne reagieren, für die Stillzeit auf den Verzehr der Kerne verzichten (Friedrichs, 2011).

Stand: 17. August 2020 - 12:37 Uhr

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