Vorkommen

Woher kommen Feinstäube?

Feinstäube stammen zu rund 75 % aus Verbrennungsprozessen. Insbesondere für die Entstehung von PM0,1 sind fast ausschließlich Kraftfahrzeuge mit Dieselmotoren verantwortlich. Für PM10 gilt, dass in Städten straßennah rund 30% der Feinstäube aus Kfz-Motoren stammen, im städtischen Hintergrund etwa 20%, in ländlichen Gebieten 10%. Auch durch industrielle Prozesse und Kraft- und Fernheizwerke entstehen Feinstäube.

In manchen Regionen sind zudem natürliche Quellen von Bedeutung: In bestimmten Gebieten lassen zum Beispiel Vulkane und das Meer die Feinstaubkonzentration steigen.

Für rund 10% der Feinstäube sind Haushalte und Kleinverbraucher verantwortlich. Eine wichtige Rolle spielt dabei das Heizen mit Holz. Bei der Verbrennung von Holz in Kaminen und Holzöfen gibt es erhebliche Probleme mit Luftschadstoffen. 90% des bei der Holzverbrennung entstehenden Staubes ist inhalierbarer Feinstaub (PM2,5). Nach Informationen des Umweltbundesamtes seien die Emissionen an gesundheitsschädlichem Feinstaub aus Holzfeuerungsanlagen in Haushalten und im Kleingewerbe insgesamt sogar etwa so hoch wie die aus den Motoren der Pkw, Lkw und Motorräder (UBA 2007).

Feinstaub im Innenraum

Da sich der Mensch den größten Teil seiner Lebenszeit in Innenräumen aufhält, spielt deren Partikelbelastung eine wichtige Rolle. Die wichtigste Feinstaubquelle im Innenraum ist der Tabakrauch. Kamine, Öfen, Kerzen und Gasherde sind weitere Quellen. Auch die Feinstäube aus der Außenluft dringen in den Innenraum ein, sodass sich in der Innenraumluft fast genauso viele Partikel finden wie in der Außenluft (Bake 2007).

Stand: 26. Oktober 2016 - 11:46 Uhr

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