Hasel, Haselpollen, Haselnüsse

Hasel

Die Hauptblütezeit der Hasel liegt in den Monaten Februar und März. © Matthias WerchanHaselpollen enthalten mäßig starke bis starke Allergene. Die Hasel zählt zu den Frühblühern. Der Beginn der Blüte hängt von der Temperatur ab und beginnt ab etwa fünf Grad Celsius. Das kann bereits Ende Dezember sein, die Hauptblütezeit liegt jedoch in den Monaten Februar und März.

Der Haselnussstrauch (lat. Corylus avellana, Corylus colurna) gehört zur Familie der Birkengewächse. Er ist sommergrün und wird bis zu fünf Metern hoch.

Die Allergene der Haselpollen

Es gibt eine enge Allergenverwandtschaft zwischen Haselpollen und Birkenpollenallergenen (Kreuzallergenität).

Entsprechend der frühen Blütezeit klagen manche Birkenpollenallergiker schon sehr früh über Beschwerden, die auf die verwandten Hasel- oder auch Erlenpollen zurückzuführen sind.

Genaue Pollenflugangaben zu Haselpollen und anderen Pollen siehe unter: Pollenflug-Gefahrenindes des DWD.

Allgemeine Informationen zu Pollenallergenen sind in der Rubrik Auslöser unter "Pollen" zu finden.

Haselnüsse

Bekannt sind die essbaren Früchte des Strauchs, die Haselnüsse. Die Nüsse und das daraus gewonnene Haselnussöl werden für Backwaren, Krokant, Nougat und Speiseeis verwendet. Kommen die Nüsse als Zutat zum Einsatz, müssen sie auf der Lebensmittelverpackung aufgeführt werden.

Die Haselnuss ist eines der häufigsten Auslöser für das orale Allergiesyndrom. 36,8 Prozent der Nahrungsmittelallergiker reagieren in dieser Art auf Haselnüsse (Wüthrich et al 1998). Hauptverantwortlich dafür ist das Major-Allergen Cor a1, es hat chemisch eine große Ähnlichkeit mit dem allergieauslösenden Birkenpollenprotein Bet v1 und ist damit ein Kreuzallergen. Für Birkenpollenallergiker heißt das, dass sie die allergische Reaktion vollkommen unerwartet treffen kann, da die Sensibilisierung nicht über die Nüsse, sondern über die Birkenpollen erfolgt.

Unter Umständen können bereits Spuren von Haselnüssen, wie sie beispielsweise in Vollmilchschokolade vorkommen können, schwere allergische Reaktionen hervorrufen.

Patienten, die von einer durch Birkenpollen ausgelösten Haselnussallergie betroffen sind, reagieren zu 92 Prozent auch auf Äpfel. Viele Haselnussallergiker zeigen auch auf die Pollen des Haselnussstrauches allergische Reaktionen. Wobei hier unklar ist, ob die Pollen die Kreuzallergene der Nüsse enthalten oder umgekehrt.

Weitere Kreuzreaktionen sind möglich mit:

  • anderen Nüssen wie Walnüssen, Pekanüssen, Cashewnüssen, Paranüssen, Pistazien und Kokosnuss.
  • Erdnüssen (obwohl diese keine Nüsse, sondern Hülsenfrüchte sind)
  • vielerlei Obstsorten (Birkenpollen-Nuss-Obst-Syndrom)

Stand: 16. Februar 2018 - 12:05 Uhr

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