Wie leben und ernähren sich Hausstaubmilben?

Hausstaubmilbe. © Employee of US Government [Public domain]Am besten gedeihen Hausstaubmilben bei Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad Celsius und bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von 65 bis 80 Prozent.

Sie benötigen mehr Feuchtigkeit, wenn die Temperatur in der Umgebung steigt, können aber auch bei schwankenden Feuchtigkeits- und Temperaturwerten überleben, wenn zumindest für einige Stunden am Tag ausreichende Feuchtigkeit zur Verfügung steht (wie zum Beispiel im Bett). Milben können deshalb auch in einem weiten Bereich außerhalb ihrer idealen Umgebungsbedingungen existieren, selbst wenn sie dadurch nur noch eingeschränkt fortpflanzungsfähig sind (Ehrnsberger 1992).

Hausstaubmilben leben in enger Gemeinschaft mit Mensch und Tier, denn sie ernähren sich von Hautschuppen, aber auch von Schimmelpilzen. Das ist der Grund, weshalb sie sich in unserer Umgebung so wohl fühlen und insbesondere Betten besiedeln. Hier sind Wärme, Feuchtigkeit und Nahrung im Überfluss vorhanden.

Leben Tiere im Haus, werden die Lebensbedingungen der Hausstaubmilben durch die zusätzliche Feuchtigkeits- und "Futterzufuhr" noch besser (Ehrnsberger 1992).

Auch in Hühnerställen sind allergologisch relevante Konzentrationen von Hausstaubmilben zu finden (Franz 2010).

Schimmelpilze haben ähnliche Ansprüche an ihren Lebensraum wie Hausstaubmilben, und sie dienen ihnen als Nahrung. Das bedeutet: Verschlechtern sich die Lebensbedingungen für Schimmelpilze, schadet das auch den Milben und umgekehrt (Brunekreef 1997).

Weil sie über Saugfüße verfügen, können sich Hausstaubmilben an grobem und faserreichem Material gut festhalten. Damit widersetzen sie sich so manchen Reinigungsprozeduren (Jung 1996).

Stand: 2. Oktober 2019 - 12:01 Uhr

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