Vorbeugung

Tieffrequenter Schall ist nicht gesundheitsgefährdend, aber lästig. Belästigung durch tieffrequenten Schall ist als ernst zu nehmendes Problem einzuschätzen. Für Infraschall scheint sogar ein Risiko für die Gesundheit zu bestehen.

Da sich tieffrequenter Schall und Infraschall kaum abschirmen lassen, sollten Verantwortliche bei der Planung von Anlagen wie Windparks, Verkehrswegen und Diskotheken den Gesundheitsschutz der Anwohner im Auge behalten und einen Mindestabstand zur nächsten Nachbarschaft einplanen.

Zudem stellen die vorhandenen Messmethoden nicht die gesamte Infraschall-Belastung der Betroffenen dar. Daher sollten aufkommende Beschwerden auch dann ernst genommen werden, wenn Messergebnisse keine plausible Erklärung liefern können.

Die Belastung lässt sich durch einige Maßnahmen im privaten Raum reduzieren:

  • Verzichten Sie auf Musikanlagen mit starker Bassanlage und drehen Sie diese nicht zu laut auf. Nehmen Sie dabei auch Rücksicht auf Ihre Nachbarn.
  • Schalten Sie beim Autofahren frühzeitig in den nächsthöheren Gang.
  • Gehen Sie nicht öfter in die Diskothek, als es Ihnen gut tut.
  • Laubbesen statt Laubsauger! Viele Gartenarbeiten sind auch ohne motorbetriebene Geräte möglich.

Weitreichende Sanierungsmaßnahmen sollten unbedingt mit einem Fachmann abgesprochen werden, denn "Schallschutz in Eigenregie" kann eine Situation auch verschlechtern.

Stand: 7. August 2019 - 11:32 Uhr

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