Sinnvolle Nutzung

Durch die Nanotechnologie können erhebliche Fortschritte in der Diagnose und Therapie von Krankheiten ermöglicht werden. Neben den speziellen Vorteilen, die die einzelnen Verbindungen mit sich bringen, fördert der Einsatz von Nanotechnologie im Allgemeinen auch eine effizientere sowie sparsamere Nutzung von Energie und Ressourcen:

  • Eine Produktion bei Raumtemperatur und normalem Druck senkt den Energieverbrauch (z.B. bei der Herstellung von Nanolacken)
  • Ein Anstrich mit Nanolack reduziert bei Autos, Bahnen und Flugzeugen den Verbrauch von Lösungsmitteln und Energie
  • Auf Wasser basierte Reaktionen sparen Lösungsmittel und reduzieren den Anteil an Kontaminanten in den Produkten

Mithilfe der Nanotechnologie können Sensoren für die Detektion von Schadstoffen oder Krankheitserregern (z.B. Legionellen und Kolibakterien) entwickelt, Gefährdungen frühzeitig festgestellt und Vorsorgemaßnahmen rechtzeitig veranlasst werden. Sog. Biosensoren, die Krankheitserreger erkennen, können in Wasserreservoiren zum Einsatz kommen.

Andere Entwicklungen kommen der Umwelt zugute:

  • Ein biologisch abbaubares Polymer aus Maisstärke kann für Verpackungen, Trinkbecher und Tragetaschen verwendet werden
  • Die Behandlung von Grundwasser kann mit nanoskaligem Eisen erfolgen
  • Ammoniak kann zu 99 % mithilfe eines Ionenaustauschers aus Abwässern entfernt und der Landwirtschaft zugeführt werden
  • Die Verwendung von nicht-toxischen Katalysatoren reduziert Materialaufwand und Emissionen
  • Nanomaterialien als Halbleiterfilme können in Sensoren und Photokatalysatoren zur Detektion und zum photokatalytischen Abbau von organischen Schadstoffen eingesetzt werden
  • Nanobausteine sind in der Lage über spezifische Reaktionen biogene Toxine zu erkennen, so dass eine bessere Lebensmittelüberwachung möglich ist

Stand: 11. März 2016 - 9:53 Uhr

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