Rauchen und Stillen

Rauchen und Stillen. Bildquelle: Günter Havlena / pixelio.de.Die Nationale Stillkommission hat im März 2001 Empfehlungen für stillende Mütter herausgegeben.

Nachweislich treten viele Stoffe aus dem Zigarettenrauch in die Muttermilch über und liegen dort zum Teil in gleicher Konzentration vor wie im mütterlichen Blut. Dazu gehören neben dem Nikotin auch krebserzeugende Stoffe wie beispielsweise Dioxine, Benzpyrene, Nitrosamine und Schwermetalle.

Mütterliches Rauchen während der Stillzeit hat großen Einfluss auf das gestillte Kind. So ist beispielsweise das Saugvermögen beeinträchtigt, das Kind nimmt weniger stark an Gewicht zu, und Unruhe, Koliken und Erbrechen treten gehäuft auf. Darüber hinaus wird das gestillte Kind mit Passivrauch belastet.

Die Nationale Stillkommission empfiehlt daher:

  • Ideal ist, während der Monate des Stillens nicht zu rauchen.
  • Wenn geraucht wird, sollte sich die Stillende darum bemühen, die Zahl der gerauchten Zigaretten möglichst gering zu halten. Ein sehr starker Konsum ist mit der Stillfähigkeit und dem Gedeihen des Kindes schlecht vereinbar.
  • Eingedenk der Tatsache, dass Rauchbestandteile passiv aufgenommen werden, sollte in der Nähe des Kindes nie geraucht werden.
  • Durch bewusste Rauchpausen vor dem Stillen kann die Mutter die Belastung der Milch mit einigen der schädlichen Stoffe reduzieren. Ein typisches Beispiel ist das Nikotin, dessen Konzentration in der Milch schon während einer rund einstündigen Rauchpause deutlich abnimmt.

Stand: 28. Juli 2017 - 12:55 Uhr

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