Schadstoffe in der Umwelt - Was kann Biomonitoring leisten?

Human-Biomonitoring kann wissenschaftlich begründete Antworten zu Schadstoffen in unserer Umwelt liefern.Des Öfteren berichten Medien über Schadstoffe in unserer Nahrung, in der Luft, im Wasser und in unserem Umfeld. Pestizide in Obst und Gemüse, Weichmacher in Kosmetika und im Spielzeug, Schwermetalle im Trinkwasser sowie PAK und Lösemittel im Fußbodenkleber - die Liste ist lang.

Solche Berichte lösen bei vielen Menschen Nachdenklichkeit aus: Wie ernst ist diese Meldung zu nehmen? Was bedeutet das für mich? Bin ich oder ist meine Familie gefährdet? Verständlicherweise wollen Eltern jedes noch so kleine Risiko für ihren Nachwuchs ausschließen, viele fragen sich aber auch, ob die angebotenen Alternativen zu einem Lebensmittel / einem Produkt wirklich besser sind. 

Die Verunsicherung ist groß und es stellt sich oftmals die Frage, "wem man denn glauben kann" (vgl. Beitrag in der Zeitschrift ELTERN, die sich im Januar 2009 kritisch mit den alarmierenden Meldungen eines verbraucherorientierten Verlages auseinandergesetzt hat).

Fachleute betonen oft genug, dass nicht der Schadstoff "an sich", sondern erst "die vom Körper aufgenommene Menge" zu einer gesundheitlichen Beeinträchtigung beitragen kann.

Ein bekannter Toxikologe hat das einmal so ausgedrückt: "Allein der Name eines Umwelt(schad)stoffes ist noch keine Risikobewertung".

Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Ein aus dem Urlaub mitgebrachtes Keramikgefäß, dessen Glasur sich als bleihaltig herausstellt, ist als Dekorationsgegenstand völlig unbedenklich. Gelegentliches Trinken von Mineralwasser / Leitungswasser aus diesem Gefäß wird fast immer ohne gesundheitliche Konsequenzen bleiben, während der regelmäßige Genuss heißer und saurer Getränke (z. B. Zitronentee, Glühwein usw) durchaus problematisch werden kann.

Stand: 23. Juni 2018 - 15:14 Uhr

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