Zahnersatz

Um eine Lücke im Gebiss zu schließen gibt es verschiedene Möglichkeiten:

 

Inlay („Einlagefüllung“):

Ein Inlay ist eine Füllung, die anhand eines individuellen Abdrucks in einem zahntechnischen Labor hergestellt wird. Sie bestehen aus Gold oder Keramik und sind teurer als klassische Füllungen.

 

 

 

Krone:

Für eine künstliche Krone wird die natürliche, beschädigte Zahnkrone abgeschleift und neu überzogen. Die künstliche Krone besteht aus einer Metallmischung, die zahnfarben verblendet werden kann.

 

 

Brücke:

Bei der Brücke dienen Nachbarzähne als Pfeiler, um eine Lücke zu schließen. Dieses Verfahren bietet sich an, wenn die Nachbarzähne oberflächlich geschädigt sind, da auch diese Zähne geschliffen und überkront werden.

 

 

Implantat:

Um einen fehlenden Zahn zu ersetzen wird eine künstliche Zahnwurzel in den Kiefer gepflanzt. Anschließend wird eine Krone darüber gesetzt. Im Vergleich zur Brücke ist ein Implantat teurer, da vielfach noch weitere Maßnahmen, wie z.B. ein Knochenaufbau, notwendig sind.

 

 

 

Prothese:

Um mehrere Zähne zu ersetzen kommt statt einem Zahnersatz auch eine Voll- oder Teilprothese in Betracht. Eine Teilprothese wird mit Klammern oder Kronen befestigt. Hergestellt werden Prothesen i.d.R. aus einer Kunststoffbasis.

 

 

Stiftung Warentest testete Anfang 2014 die Behandlungsvorschläge von Zahnärzten. Exemplarisch erbaten drei Patienten mit verschiedenen Zahnproblemen eine Behandlungsempfehlung. Nur in dem einfachsten Fall schlugen alle Zahnärzte das gleiche Zahnersatzverfahren vor, allerdings zu unterschiedlichen Preisen. Bei den zwei anderen Patienten wurden unterschiedliche Behandlungsvorschläge gemacht, die teilweise zu Unter- oder Übervorsorgungen führen würden.

Stiftung Warentest rät daher, folgende Punkte beim Zahnersatz zu beachten:

  1. Kritisches Nachfragen
  2. Heil- und Kostenplan abgleichen (stimmt das Formular mit Ihrer Absprache überein?)
  3. Zweitmeinung einholen
  4. Bewusste Entscheidung treffen (bedenken Sie, dass Zahnersatz nach einer gewissen Zeit erneuert werden muss)
  5. Heil- und Kostenplan von der Krankenkasse prüfen lassen, um Zuschuss zu erhalten
  6. Erfahrenen Behandler auswählen (Zahnarzt mit Zusatzausbildung oder Oral- und Kieferchirurgen)
  7. Zahnersatz durch gute Mundhygiene pflegen

Stand: 29. März 2019 - 12:19 Uhr

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Bildquelle: 

Heike Plegge, Kinderumwelt gGmbH nach Stiftung Warentest 7/2014