Zucker und Fructose in Nahrungsmitteln und Energy-Getränken

Glucose, Fructose, Saccharose, Galaktose

Unter dem Oberbegriff „Zucker“ werden viele Arten von Süßungsmitteln zusammengefasst. Die Tabelle gibt einen Überblick über die verschiedenen Formen und deren Zuordnung.

Monosaccharide
(Einfachzucker)

Glucose (Traubenzucker)
Fructose (Fruchtzucker)
Galactose (Schleimzucker)

Disaccharide
(Zweifachzucker)

Saccharose (Rüben- und Rohrzucker, Haushaltszucker)
Lactose (Milchzucker)
Maltose (Malzzucker)

Polysaccharide
(Mehrfachzucker)

Stärke
Glykogen
Cellulose

Zucker spielt heute in der Ernährung eine unerwünscht große Rolle. Insbesondere bei Süßigkeiten und Energy-Getränken wird er in sehr hohen Mengen eingesetzt. In einem Liter Limonade sind etwa 36 Stück Würfelzucker enthalten, das entspricht etwa 108 Gramm. Ein Glas enthält somit etwa 9 Stück Zuckerwürfel!

In Energy-Getränken ist zum Teil noch mehr Zucker enthalten. Pro Liter können dort bis zu 140 Gramm vorkommen, was in etwa 46 Stück Würfelzucker entspricht. In der Werbung werden diese Produkte häufig als „Energielieferanten“ beworben, die eine gesteigerte körperliche und geistige Leistungsfähigkeit bewirken sollen. Immer wieder werden sie aus diesem Grund mit Sportgetränken verwechselt, die eigentlich der Flüssigkeitsaufnahme und dem Ersatz von Elektrolyten dienen.

Neben dem täglichen Nahrungsmittelverzehr werden zusätzlich über den Tag verteilt kleine Snacks gegessen, deren Zuckeranteil oft unterschätzt wird. Nahrungsmittel mit einem hohen glykämischen Index lassen den Blutzuckerspiegel in kurzer Zeit schnell ansteigen, was dazu führt, dass im Körper Insulin produziert wird. Der Appetit steigt und es wird mehr gegessen. Hierdurch steigt das Risiko für die Entwicklung von Übergewicht. Eine zu hohe Menge an aufgenommenem Zucker kann bei Kindern und Jugendlichen zu gesundheitlichen Folgen führen. Im Speziellen für Energy-Getränke gilt, dass die weiteren Zusätze Taurin und Koffein bei Kindern bei übermäßigem Genuss zu Unruhe, Schlafstörungen, Übelkeit und Herzrhythmusstörungen führen.

Fructose als Alternative zu herkömmlichem Zucker?

Sind Produkte, die mit Fructose hergestellt werden, wirklich eine gesündere Alternative zu Produkten, die mit Haushaltszucker (Saccharose) hergestellt werden? Die EU erlaubt ab 2014 Gesundheitswerbung für Produkte, bei denen mindestens 30% der Saccharose durch Fructose ersetzt wurde. Schnell kann der Eindruck entstehen, dass diese Produkte gesünder sind als andere. Fructose lässt zwar den Blutzuckerspiegel langsamer ansteigen als dies bei Saccharose der Fall ist, jedoch wird es vom Körper auch schneller in Fett umgewandelt. Regelmäßiger Konsum von Fructose-Produkten kann zur Bildung einer Fettleber, zu Stoffwechselproblemen und zu Übergewicht führen.

Zusätzlich ist eine Fructoseintoleranz in Deutschland relativ häufig. Zwei von drei Kleinkindern und jeder dritte Erwachsene sind betroffen. Bei einer Fructoseintoleranz wird Fructose nur in einer begrenzten Menge vom Dünndarm aufgenommen. Die nicht aufgenommene Fructose wird in den Dickdarm weitertransportiert, wo sie durch die Darmbakterien vergoren wird. In Folge kommt es zur Ausbildung von Gasen, Bauchschmerzen, Blähungen und Durchfall.

Handlungsempfehlungen

Eine weniger zuckerhaltige Ernährung kann vor den oben beschriebenen Problemen schützen und die Gesundheit fördern. Als Alternativen zum Zucker eigenen sich Süßungsmittel wie Stevia und Aspartam.

Insbesondere für Diabetiker ist Fructose nicht geeignet, da 90% der Erkrankten, die von Diabetes Typ 2 betroffen sind, ebenfalls übergewichtig sind. Das Übergewicht kann durch Fructose verstärkt werden.

Weitere Informationen und Tipps für eine gesunde Ernährung von Kindern finden Sie hier:

http://www.fke-do.de/index.php?module=page_navigation&index[page_navigation][action]=details&index[page_navigation][data][page_navigation_id]=35

http://www.pebonline.de/

https://www.bzfe.de/

Stand: 18. September 2018 - 12:35 Uhr

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