Diagnose

Bildquelle: P33tr via Wikimedia CommonsUm eine allergische Bindehautentzündung zu diagnostizieren, gibt es mehrere Wege, die einander ergänzen.

Zunächst sollte der Betroffene überlegen, ob die Symptome schon öfter aufgetreten sind und zu welcher Jahreszeit. Stehen Allergene als Auslöser im Verdacht, kann der Arzt einen Pricktest veranlassen. Beim Pricktest werden spezielle, zum Testen hergestellte Allergenextrakte auf die Haut aufgetragen und mit einer kleinen Lanzette in die Haut eingebracht. Daneben ist ein Test auf Antikörper (IgE) im Blut möglich.

Beide Tests zeigen nur eine Sensibilisierung an. Eine wirkliche Allergie besteht jedoch nur, wenn die Symptome eindeutig mit den Allergenen (z.B. während des Pollenfluges) in Verbindung gebracht werden können.

Wenn die Anamnese hierzu nicht eindeutig ist, kann die Allergie in einem Provokationstest bestätigt werden. Dies ist insbesondere dann nötig, wenn der Auslöser unklar ist, der nasale Test keine Ergebnisse brachte und die Allergie mit einer spezifischen Immuntherapie behandelt werden soll.

Für den konjunktivalen Provokationstest bekommt der Betroffene unter ärztlicher Überwachung das zu testende Allergen direkt in den Bindehautsack des Auges geträufelt. Das Testergebnis ist positiv, wenn die Bindehaut anschwillt und das Auge sich rötet.

Eine genaue Beschreibung aller hier genannten Diagnoseverfahren finden Sie unter "Allergietests".

Differentialdiagnosen (Abgrenzung von anderen Ursachen)

Mögliche andere Ursachen für eine Bindehautentzündung sind Viren oder Bakterien. Dann ist oft nur ein Auge betroffen, meistens juckt das Auge nicht. Dafür ist das Bindehautsekret bei einer Entzündung häufig eitrig.

Manchmal ist aber auch einfach nur ein Fremdkörper ins Auge gelangt, der die Bindehaut stark reizt und zu Schmerzen führt.

Stand: 2. Juli 2018 - 12:34 Uhr

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