Risikogruppen

KinderOzon. Bildquelle: Rudolpho Duba / pixelio.de.

Nach den bisher vorliegenden Daten reagieren Kinder zwar nicht empfindlicher auf Ozonexposition als Erwachsene, sie empfinden jedoch die subjektiven Symptome weniger ausgeprägt und könnten - was in Einzelfällen zu beachten ist - Aktivitäten in der ozonhaltigen Außenluft später beenden.

In der Regel werden sich Kinder aber eher als Erwachsene bei großer Sommerhitze "vernünftig" verhalten.

Asthmatiker

Asthmatiker reagierten in kontrollierten Expositionsexperimenten auf Ozon nicht empfindlicher als gesunde Probanden. Unklar ist, ob unter signifikanten Ozonexpositionen Asthmatiker häufiger Exazerbationen (Verschlimmerungen) ihres Asthmas erleiden oder nicht. Neuere Studien zeigen aber nicht nur bei Kindern, sondern auch bei Erwachsenen, dass es negative Auswirkungen auf Asthmasymptome bei Patienten mit überempfindlichen Bronchialsystemen und Asthma gibt (Just 2002, McConnell 2002, Mortimer 2002, Sunyer 2002).

Deutliche Hinweise gibt es dafür, dass Asthmatiker nach einer Ozonexposition empfindlicher gegenüber Allergenen und gegenüber Schwefeldioxid reagieren (Bayram 2002, Knight 2002, Vaganini 2002, Koenig 1990).

Ältere Menschen

Nach den derzeit vorliegenden Kenntnissen gehören ältere Menschen nicht zu einer Risikogruppe. Offenbar nimmt mit zunehmendem Alter die Empfindlichkeit gegenüber Ozon ab.

Personen mit Tätigkeit im Freien

Personen, die während der Schönwetterperioden schwere körperliche Arbeit im Freien verrichten (beispielsweise Forstarbeiter, Bauarbeiter, Sportler), sind besonders gefährdet (McConnell 2002).

Stand: 26. Juli 2019 - 12:51 Uhr

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