Sojaallergie

Sojabohnen

Definition und Häufigkeit

Die Sojabohne gehört zur Familie der Hülsenfrüchte (Leguminosen) und hat in vielen Kulturen eine lange Tradition. Mittlerweile ist sie auch von hiesigen Speiseplänen nicht mehr wegzudenken.

Vor allem Vegetarier schätzen die Sojabohne als fleischlose Proteinquelle. Aber auch die Lebensmitteltechnologie hat die vielseitigen Fähigkeiten, die in Soja stecken, für sich entdeckt. Entsprechend findet man Soja als Flocken, Mehl, Soja-Lecithin (verwendet als Emulgator), Öl oder isolierte Proteine in zahlreichen Lebensmitteln wieder.

Infolgedessen hat der Verzehr von Sojaprodukten in Europa unbewusst in den letzten Jahren stark zugenommen. Gleichzeitig reagieren immer mehr Menschen allergisch auf die Bohnen.

Die Sojaallergie kommt als Nahrungsmittelallergie und als Kreuzreaktion der Birkenpollenallergie vor.

Entstehung und Sensibilisierung

Es gibt zwei Möglichkeiten, wie eine Sojaallergie entstehen kann. Man unterscheidet zwischen der primären und der sekundären Sojaallergie.

Symptome und Auslöser

Die Symptome einer Sojaallergie ähneln denen anderer Nahrungsmittelallergien. Erste Anzeichen sind: Brennen im Mund, Juckreiz im Rachenraum, Rötung, Schwellung der Zunge, Taubheit und Schwellung der Lippen bis zu Schwellungen im Kehlkopfbereich.

In einer Sojabohne gibt es verschiedene Eiweißbausteine (Proteine), die als Allergene wirken. Die wichtigsten Allergene sind die Proteine „Gly m4“, „Gly m 5“ und „Gly m 6“. Nähere Informationen finden sich hier.

Diagnose und Therapie

Zur Diagnose einer primären Sojaallergie eignet sich der Pricktest. Eine weitere Möglichkeit ist die Bestimmung des spezifischen IgE im Blut.

Die einzige Möglichkeit der Therapie ist das Meiden von Soja.

Stand: 24. Juli 2017 - 9:59 Uhr

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