Tipps: Textilien sicher tragen

Farbstoffe und Hilfsmittel in Bekleidungstextilien

  • Waschen Sie neue Kleidungsstücke vor dem Tragen, am besten mehrmals. Das spült schädliche chemische Substanzen, mit denen Stoffe oft behandelt werden, zum größten Teil heraus.
  • Achten Sie als Allergiker beim Kleiderkauf auf bestimmte Labels, die darauf hinweisen, dass keine allergieauslösenden Farbstoffe verwendet wurden. Kaufen Sie sicherheitshalber keine Kleidung mit dem Hinweis „separat waschen“ oder „Kleidung blutet aus“.
  • Tragen Sie als Allergiker möglichst nur blaue oder naturfarbene Jeans - diese Farben lösen keine allergischen Reaktionen aus.
  • Lassen Sie Textilien mit starker Geruchsbildung im Laden liegen.
  • Tragen Sie abfärbende Stoffe nie direkt auf der Haut.
  • Meiden Sie Kleidung mit grellen oder sehr intensiven Farben.

Zusammenfassung:

  • Bei Kleidungsstücken, die sachgerecht nach deutschen Herstellerkriterien erzeugt wurden, besteht keine gesundheitliche Gefährdung, obgleich viele chemische Verbindungen und Farbstoffe zur Erzielung der gewünschten Textileigenschaften zum Einsatz kommen. Allerdings können in seltenen Fällen Kontaktallergien auftreten.
  • Das BfR nennt in seiner Stellungnahme eine Reihe von Farbstoffen, die vorsorglich bei Bekleidungstextilien nicht mehr verwendet werden sollten.
  • Azofarbstoffe, die in krebserzeugende aromatische Amine gespalten werden können, sind in der Bedarfsgegenständeverordnung verboten worden. Sie können allerdings noch in importierten Textilien vorhanden sein.
  • Das BfR spricht sich gegen die Verwendung von 1,2,4-Trichlorbenzol als Färbebeschleuniger und gegen Triclosan als Biozid aus und fordert eine Deklarationspflicht für biozide Wirkstoffe.

Stand: 18. August 2020 - 10:14 Uhr

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