Kolophonium

Kolophonium ist ein natürliches oder auch industriell hergestelltes und verändertes Harzgemisch aus Nadelhölzern (Koniferen).

Wichtige Bestandteile sind Abietinsäure, Laevopimarsäure und Dehydroabietinsäure. Daneben enthält Kolophonium noch weitere Inhaltsstoffe in geringerer Konzentration.

Wegen seiner guten Klebeeigenschaften findet Kolophonium vielfätige Einsatzgebiete. Deshalb beläuft sich die weltweite Produktion auf Millionen von Tonnen.

Kolophonium ist ein Kontaktallergen. Die Sensibilisatoren im Kolophonium stellen nicht die einzelnen Harzsäuren oder deren chemisch modifizierte Abkömmlinge, sondern Oxidationsprodukte beider Stoffgruppen dar.

Hauptsächliche Verwendung

  • Papierleim
  • Klebebänder
  • Isolierband
  • Heftpflaster
  • Sikkativ
  • Kitt
  • Lacke, Farben
  • Filzschreiber
  • Linoleum
  • Gummiartikel
  • Boden- u. Möbelpolituren
  • Lederpflege
  • Antigleitmittel für Böden, Geräte und Hände
  • Geigenbogenharz
  • Streichhölzer
  • Kaugummi
  • Seifen, Kosmetika, Haarpflegemittel
  • Desinfektionsmittel
  • Wäschesteifer
  • Schmiermittel
  • Dichtungsmittel
  • Schneideöl, Korrosionsschutzmittel, Lötzinn
  • Sägemehl
  • Brauereipech

 Risikoberufe

  • Baugewerbe: besonders Holzverarbeitung
  • Bodenleger
  • Maler
  • Metall- und Gummi-verarbeitende Industrie
  • Fotografen
  • Drucker
  • Kosmetikerinnen, Pflegeberufe
  • Zahnärzte und Zahnarztpersonal
  • Sportler
  • Tänzer und Musiker

Stand: 3. April 2017 - 12:02 Uhr

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Grafik oben rechts (Kolophonium in Stücken): FK1954 / Wikipedia - Link zur Grafik