Weichmacher auf Phthalatbasis

Wie funktionieren Weichmacher?

Weichmacher sorgen dafür, dass Kunststoffe die zunächst spröde sind, elastisch werden. Weichmacher können sich gut zwischen die Ketten von polymeren Kunststoffen einlagern, diese dadurch geschmeidig machen und ihnen die gewünschten Gebrauchseigenschaften verleihen. Dabei gehen Weichmacher keine chemische Verbindung mit dem Kunststoff ein, sondern sie werden lediglich physikalisch gebunden. Sie können daher auch wieder aus dem Kunststoff ausdünsten oder (bei Kontakt mit Flüssigkeiten oder Fetten) herausgelöst werden. Weichmacher ähneln in ihrer Wirkung den Lösemitteln.

In chemischer Hinsicht sind Weichmacher oftmals (Di-)Ester der Phthalsäure.

Bekanntester und über lange Zeit hinweg wichtigster Vertreter war das Diethylhexylphthalat (DEHP):

Strukturformel DEHP

In den letzten Jahren ist DEHP in die Kritik geraten und seine Verwendung in bestimmten Anwendungsbereichen (z.B. in Spielzeug, Lebensmittelverpackungen) ist nicht mehr gestattet.

Daher wurden Ersatzstoffe - oftmals ebenfalls auf Phthalatbasis - entwickelt. Bekannte und industriell bedeutsame Weichmacher sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt. Sie sind hier nach ihrer Größe (Molekulargewicht, Länge der Kohlenstoff-(Seiten)-Kette) angeordnet.

Tabelle: gängige Phthalate 

Stand: 16. November 2018 - 17:28 Uhr

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Bild1: Heike Plegge, Kinderumwelt gGmbH; Tabelle: nach Kommission Humanbiomonitoring 2011, S 771