Analytik und Biomonitoring

Asbest und künstliche Mineralfasern

Um die Faserkonzentration in der Luft zu bestimmen, wird eine bestimmte Luftmenge durch spezielle Filter geleitet. Anschließend wird mit Hilfe eines Rasterelektronenmikroskops die Zahl der auf den Filtern abgeschiedenen Fasern bestimmt. Mit Hilfe der so genannten energiedispersiven Röntgenmikroanalyse wird auch die chemische Zusammensetzung der Fasern ermittelt. Die Untersuchungen sind analytisch aufwendig und unterliegen in Abhängigkeit von der Raumnutzung großen Schwankungen.

Bei Verdacht auf asbesthaltige Materialien ist es daher für den Verbraucher meist sinnvoller, eine Ortsbegehung durch fachkundige Personen und/oder eine Materialanalyse fraglicher Gegenstände zu veranlassen.

Sollte eine häusliche Asbestbelastung über einen längeren Zeitraum hinweg festgestellt werden, ist der Hausarzt der erste Ansprechpartner. Dieser wird Betroffene evtl. an einen Lungenfacharzt oder einen Arbeitsmediziner verweisen. Weitere Vorsorgeuntersuchungen sind jedoch nicht notwendig. Insbesondere bei Kindern und jüngeren Menschen rät das Deutsche Krebsforschungszentrum das Risiko wiederholter Röntgenbelastungen im Rahmen der Untersuchungen gegen die Asbestbelastung abzuwägen.

Biomonitoring

Ein Biomonitoring im üblichen Sinne ist bei Asbest und künstlichen Mineralfasern nicht möglich.

Stand: 22. Januar 2018 - 12:47 Uhr

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