Was sind athermische Effekte?

Mit Hilfe des SARMesskopfes kann ermittelt werden, wie hoch der aktuelle SAR-Wert während eines Telefonats ist. Ein aktuelles, umfangreiches Verzeichnis der SAR-Werte gebräuchlicher Handy-Modelle ist auf der Internetseite des IZMF unter www.izmf.de abrufbar. Immer wieder wird die Frage diskutiert, ob es nicht vielleicht doch Effekte geben kann, die zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen und die wir noch nicht kennen. Insbesondere die Frage nach so genannten athermischen Effekten, meist im Zusammenhang mit Mobilfunkfeldern, selten in Bezug auf die von Rundfunk- und Fernsehsendern ausgehenden Felder, steht dabei im Vordergrund.

Unter athermischen Effekten versteht man biologische Effekte, die nicht mit einer Wärmewirkung verbunden sind, aber möglicherweise eine körperliche Reaktion hervorrufen oder unterstützen können. Die Felder müssen also sehr schwach sein. Teilweise werden die athermischen Effekte mit der Pulsung der Mobilfunkfelder (siehe "Was bedeutet Pulsung?") in Verbindung gebracht. Die in Teilen der Fachwelt diskutierten athermischen Effekte betreffen vorwiegend das zentrale Nervensystem (ZNS), was angesichts der Handynutzung im Kopfbereich nachvollziehbar ist. Allerdings ist derzeit eine deutliche Veränderung des Nutzerverhaltens (weniger Telefonate und SMS, steigende Nutzung sozialer Netzwerke und mobiler Dienste) zu beobachten. 

Die Untersuchungen zu athermischen Effekten beziehen sich unter anderem auf:

  • Veränderungen von Hirnströmen (EEG) und Schlafparametern
  • Veränderungen der kognitiven Leistungen
  • Veränderungen der Hormonausschüttung (insbesondere von Melatonin)
  • Öffnung der Blut-Hirn-Schranke
  • Veränderungen im Blutbild (Retikulozytenreifung, „Geldrolleneffekt“)
  • das Auftreten von Befindlichkeitsstörungen (Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen, Tinnitus)

Weitere Berichte betreffen mögliche Schädigungen des Erbgutes und Auswirkungen auf das Krebsgeschehen.

Was ist von diesen Berichten zu halten? Aus den weltweit bisher vorliegenden Untersuchungen und Bewertungen und den Ergebnissen des Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramms (siehe die folgende Seite) zeichnet sich bereits ein gut umrissenes Bild ab.

Die Weltgesundheitsorganisation will ihren Bericht zum Internationalen EMF-Projekt in 2016 veröffentlichen - eine Vorab-Stellungnahme ist bereits verfügbar.

Stand: 7. November 2016 - 11:10 Uhr

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